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Making-of 'Iconication'
Joachim Gauck in Denkerpose: Der Bundespräsident sei "extrem auratisch aufgeladen", sagt Kotte über seine Begegnung. ( Anatol Kotte)

Anatol Kotte

Anatol Kotte, Jahrgang 1963, assistiert zunächst bei verschiedenen Werbefotografen. 1988 macht er sich selbstständig, veröffentlicht erste Porträtarbeiten in Magazinen wie TEMPO, Stern, SPIEGEL, ELLE, COSMOPOLITAN, VOGUE, ZEIT oder ZEITmagazin. 1992 eröffnet er sein eigenes Studio in Hamburg. Seither realisiert er Werbeaufträge für bekannte Agenturen im In- und Ausland mit Schwerpunkt People, Konsumgüter sowie Automotive und porträtiert Prominente für namhafte deutsche Medien. www.anatol.de


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Making-of 'Iconication'

Mächtig nah dran


Anatol Kotte kommt Prominenten in seinen Bildern unglaublich nahe. Jetzt legt der Porträtfotograf mit dem Buch "Iconication" sein persönliches Best-of der letzten 30 Jahre vor. Uns gibt er Einblicke in seine Arbeitsweise.

"Das ist jetzt nah genug!" Ein Satz, den man als Porträtfotograf nicht so einfach ignoriert, umso weniger, wenn er aus dem Mund von Angela Merkel kommt. Die Bundeskanzlerin habe einen schlechten Tag, hatte ihm Regierungssprecher Steffen Seibert kurz vor dem Shooting-Termin zugeraunt: "Ich glaube, Sie haben nicht mehr als zwei Minuten."

Intuitiv erahnen, wie das Gegenüber getaktet ist, und dann asynchron auslösen - hier bei Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen. ( Anatol Kotte)

"Wenn du die besten Linsen der Welt hast, willst du nah ran."
120 Sekunden Audienz, aus denen am Ende dann doch 180 wurden, aber auch das ist wenig Zeit, wenn man, so wie Anatol Kotte, den Anspruch hat, ein besonderes Bild zu machen. Eins, das den Prominenten in einem neuen Licht zeigt; das versucht, hinter die mediale Fassade zu blicken, die sich formt, wenn Menschen schon hundert- oder tausendfach abgelichtet und von Spindoktoren und PR-Managern darin geschult wurden, das für sie perfekte Image-Gesicht aufzusetzen.

"Ich wusste im Moment des Auslösens, dass ich das Bild hatte, das mir vorschwebte. Ohne noch mal auf den Rechner zu gucken, habe ich dann gesagt: ,Herzlichen Dank, Frau Merkel, das war's'", erinnert sich Kotte. ( Anatol Kotte)
"Sie wissen ja, dass ich Porträttermine mache, mit Herlinde Koelbl zum Beispiel. Das hier ist kein Porträttermin", fuhr die Kanzlerin fort. Kotte überlegte einen kurzen Moment, dachte an die Bilder in Merkels Büro, dann zog er seinen letzten Joker aus dem Ärmel. "Frau Bundeskanzlerin, Sie schätzen doch offenbar den Fotografen Andreas Mühe. Der hat bei mir gelernt." Der Blick der Kanzlerin schien sich ein wenig aufzuhellen. "Dann haben Sie jetzt einen Stein bei mir im Brett", sagte sie. Als das Eis gebrochen war, bat der Fotograf Merkel, die Position ihrer Hände ein wenig zu verändern, und in diesem Bruchteil einer Sekunde, kurz bevor sie bewusst reagieren konnte, drückte er auf den Auslöser. "Ich wusste im Moment des Auslösens, dass ich das Bild hatte, das mir vorschwebte. Ohne noch mal auf den Rechner zu gucken, habe ich dann gesagt: 'Herzlichen Dank, Frau Merkel, das war's'", so Kotte.

Kermit als melancholischer Weintrinker: Das Shooting mit den Muppets-Puppen sei das schwierigste seiner Laufbahn gewesen, sagt Kotte. ( Anatol Kotte)
Das Geheimnis eines guten Porträts liege darin, intuitiv zu erahnen, wie das Gegenüber getaktet sei, und dann asynchron auszulösen. Die "Belichtung vor der Belichtung" nennt Kotte diese Technik, die Hundertstelsekunde vor dem offiziellen Bild.

180 Sekunden mit der Kanzlerin: Kotte beim Shooting im Bundeskanzleramt.
Den gesamten Text, mehr Bilder und ein Interview mit dem Fotografen finden Sie in der PHOTOGRAPHIE-ePaper-Ausgabe 10/2015.

Anatol Kotte: Iconication. Hatje Cantz. Wer das Buch direkt bei Kotte (pictures@anatol.de) bestellt, erhält ein signiertes Exemplar.


Autor: Peter Schuffelen

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