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Interview mit David Drebin
+ courtesy David Drebin

David Drebin

1970 in Kanada geboren, wuchs David Drebin zunächst in Toronto auf. Später zog es den Wahl-New-Yorker zur Parsons School for Design, zu deren Absolventen berühmte Kollegen wie Ai Weiwei und Steven Meisel gehören. Drebins Karriere begann in den 90er-Jahren als Mode- und Werbefotograf. Zu seinen Kunden gehören namhafte Marken wie Mercedes, Adidas, Nike und Sony sowie Magazine wie Vanity Fair, das New York Times Magazine, der Rolling Stone, GQ, National Geographic und Elle. Mittlerweile schmücken seine Arbeiten nicht nur opulente Monografien wie "Beautiful Disasters", "Chasing Paradise" und "Dreamscapes" - auch Sammler und Ausstellungshäuser wurden auf den filmaffinen Fotografen mit dem unverkennbaren Stil aufmerksam.


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Interview mit David Drebin

Entrückte Erotik


Zwischen epischer Erzählung und erotischer Spannung sind die Bilder von David Drebin angesiedelt. Meisterhaft beherrscht er das Spiel mit außergewöhnlicher Lichtsetzung. Im Rahmen einer Einzelausstellung in Hamburg sprachen wir mit dem renommierten Fotografen und Künstler.

Du hast deine Karriere in den 90er-Jahren als Mode- und Werbefotograf begonnen. Wann hast du bemerkt, dass deine Bilder das Zeug haben, auch in Sammlerkreisen Aufmerksamkeit zu erlangen?
Ich bin davon überzeugt, dass man immer das machen sollte, was man liebt. Dann wird sich alles andere fügen. Ich liebe es, zu fotografieren. Deshalb habe ich nie darüber nachgedacht, wie meine Bilder auf andere wirken - ich habe einfach mein Ding gemacht. Ich war durchaus auch gerne ein kommerzieller Fotograf, es war eher die Kunstwelt, die auf mich zukam. Zum Künstler wurde ich also eher zufällig. Ich habe das nie geplant. Im Jahr 2005 hatte ich eine Gruppenausstellung in einer Galerie in L. A. Elton John schaute vorbei und hat einige meiner Arbeiten gekauft. Ich war damals noch ziemlich unsicher. Mittlerweile arbeite ich ja schon eine ganze Weile als Fotograf und hatte viele Ausstellungen auf der ganzen Welt - jetzt fühle ich mich auch sicherer.

+ courtesy David Drebin

Deine Arbeiten sind nicht nur in bekannten Galerien und auf renommierten Kunstmessen vertreten. Auch viele private Sammler schätzen deine Werke. Kannst du noch nachvollziehen, in welchen Wohnräumen der Welt Bilder von dir hängen?
Oh, mein Gott, das sind mittlerweile so viele geworden. Jeden Tag bekomme ich Nachrichten über diverse Social-Media-Kanäle oder auch EMails. Die Menschen schicken mir Fotos von ihren Schlaf- und Wohnzimmern, in denen meine Bilder hängen. Meine Werke finden sich in Privathaushalten auf der ganzen Welt verteilt - sei es in Deutschland, in Frankreich, in England, in den USA oder auch in Kanada.

Wie können wir uns den typischen David-Drebin-Sammler vorstellen?
Es gibt nicht den typischen Sammler. Es gab einmal ein Mädchen, das über einen Zeitraum von fünf Jahren 6.000 Dollar zusammengespart hat, um eines meiner Bilder zu kaufen. Und es gab Menschen, die einfach einmal eine halbe Million hingeblättert haben, ohne dabei mit der Wimper zu zucken. Ich mag es, wenn die Leute ein Bild sehen, es sie nicht mehr loslässt und sie es sich dann kaufen. Zu jedem einzelnen von ihnen kann ich eine Verbindung aufbauen. Es gab 22-Jährige, die meine Arbeiten gekauft haben, aber genauso gut auch Menschen, die schon 74 waren. Man mag es glauben oder nicht, aber ich habe auf der ganzen Welt sehr viele weibliche Kunden, die meine Arbeiten lieben. Ich habe das Gefühl, dass die Bilder, die ich von Frauen mache, gar nicht unbedingt zu sexy sind. Bei mir kommen Frauen eher smart und intelligent rüber.

+ courtesy David Drebin
"Ich mache Menschen mit sich selbst bekannt. Ich verstehe sie auf eine Art, wie sie noch nie zuvor verstanden worden sind." - So deine Worte gegenüber dem französischen Magazin "Vie des Arts". Das klingt zunächst ...
Das klingt natürlich arrogant. So, als wäre ich Gott, was natürlich nicht wahr ist. Ich vermute, da wurden mir die Worte im Mund umgedreht. Ich kenne mich einfach sehr gut. Immerhin verbringe ich viel Zeit allein mit mir selbst, gerade auch während meiner Reisen um die ganze Welt. Ich bin überzeugt davon, dass du dich erst einmal selbst kennen musst, bevor du andere Menschen wirklich kennenlernen kannst. Viele Menschen verpassen es, sich selbst kennenzulernen, indem sie sehr viel Zeit mit anderen verbringen. Das ist es, was ich damit eigentlich sagen wollte.

Den gesamten Artikel mit weiteren Bildern finden Sie in der PHOTOGRAPHIE-ePaper-Ausgabe 09/2017.


Fotos: David Drebin
Autor: Jana Kühle

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