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Making-of: 'The Caravan Camera' von Brendan Barry
Mit seinem Wohnwagen stellte sich der Brite eine Woche lang den schaulustigen Passanten zur Verfügung und vermittelte ihnen auf plakative Weise die Technik einer Kamera.
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Making-of: 'The Caravan Camera' von Brendan Barry

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Mit nur 150 Pfund Sterling, einigen großen Linsen, zahlreichen Werkstoffen und einer Menge Geduld hat der Brite Brendan Barry seinen Traum wahr gemacht. Er erwarb einen alten Wohnwagen und funktionierte diesen in eine riesige rollende Camera obscura um: die Caravan Camera.

Alles begann mit einer 40 x 50 Zentimeter großen Riesenformatkamera. Aus Sperrholz, einer Glasscheibe, günstigem Abdunklungsmaterial und einer 20 Zoll großen Militärlinse bastelte der in Großbritannien geborene Fotograf Brendan Barry seine erste von mittlerweile vielen Kameras.

Brendan Barry kann es oft kaum glauben, wie einige seiner Models vor der Linse alle Zurückhaltung fallen lassen. Diese beiden gehören jedenfalls zur extrovertierteren Art.

Als er seinen Fotoapparat dann fertig hatte, musste er jedoch feststellen, dass sein Werk nicht lichtdicht war. Für Brendan Barry jedoch kein Problem: "Durch eine Reihe von Zufällen" kam er "irgendwie" dazu, ein Labor im Keller eines Schlosses in Lettland einzurichten.

Nach seinen anfänglichen Versuchen mit anderen Fotoapparaten schien es für Barry der logischste Schritt zu sein, sich als Nächstes an einem Wohnwagen auszutoben. Für nur 150 Pfund Sterling erwarb er einen heruntergewirtschafteten Anhänger und begann als Erstes damit, den Innenraum komplett zu entkernen. Auf dem großen Bajonett ließen sich seine vier Objektive schon bei den ersten Tests bequem montieren. Der letzte Schritt war die optische Veredelung durch seinen Freund Pat Cullum.
Im Dunkeln des Gewölbes sollte er das Ergebnis seiner Arbeit ausgiebig testen können und sich mit der Kamera vertraut machen. Die sei aber unglücklicherweise mehr schlecht als recht zu bedienen gewesen, so Barry. Also kehrte er unverrichteter Dinge zurück nach England, um an einem neuen Projekt zu arbeiten.

Zugegeben, eine recht entspannte Pose für die recht lange Belichtungszeit. Aber nur so konnte das Bild auch entsprechend scharf aufgenommen werden.
"Etwas, um hineinzuklettern"

Um sich weitere Unannehmlichkeiten zu ersparen, beschloss der Fotograf, seine nächste Kamera so zu bauen, dass er hineinklettern könnte - die "Shed Cam" war geboren (wir berichteten in der vergangenen Ausgabe). Aus Pressspanplatten konstruierte er eine rund 2,5 x 1,2 Meter große Kammer, aus der eine Linse lugte. So konnte er von innen die Bilder belichten, in eine lichtgeschützte Tasche stecken und damit zu seinem Labor am anderen Ende seines Studios gehen.

Den gesamten Artikel mit weiteren Bildern finden Sie in der PHOTOGRAPHIE-ePaper-Ausgabe 4/2018.

Brendan Barry

Der Brite liebt es, seine kreative Ader als Fotograf mit seinem handwerklichen Know-how zu kombinieren. So hat er bereits unter dem Namen "Random Cameras" zahlreiche kuriose Fotoapparate gebaut oder ummodelliert. Da er neben seinen fotografischen Tätigkeiten auch die Lichtbildnerei als Fachkraft lehrt, kommen ihm seine Projekte dabei immer zugute. Sein Publikum hat dadurch die Möglichkeit, die Technik hinter einer Kamera spielend zu erlernen und auch selbst auszuprobieren. Brendans fotografische Werke befassen sich mit der Veränderung oder auch dem Verfall von Objekten und Infrastruktur. Dadurch kommen in seinen Portfolios "Broken Roads" und "Left behind" zahlreiche Motive zum Tragen, die man sonst aus der Lost-Places- Fotografie kennt. Auf seiner Website bietet er Workshops in Großbritannien an. Mit seinem Projekt "Caravan Camera" kam er im Internet zu einer gewissen Prominenz und konnte zahlreiche Menschen für die "ursprüngliche" Fotografie begeistern. www.brendanbarry.co.uk


Fotos: Brendan Barry
Autor: Roman Späth

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