Er ist erst sechzehn, besitzt weder Profi-Equipment noch eine fotografische Ausbildung. Doch die ... mehr »
Tim Mantoani
Die Ikonenmacher
Die Panzer auf dem Tiananmen-Platz; ein vor Napalm fliehendes Mädchen; die Beatles bei ausgelassener Kissenschlacht: Hinter jeder Ikone steckt ein kluger Kopf. Der Amerikaner Tim Mantoani zeigt, wie jene Fotografen aussehen, die sich mit ihren Bildern in unser Gedächtnis eingebrannt haben.
Zugegeben: Wie Helden sehen die meisten der von Mantoani ausgewählten Fotografen nicht aus. Selbst Roberto Salas nicht - der Revolutions-Fotograf, der über den Rand seiner Che-Ikone hinweg so schüchtern lächelt, als wäre er Preisträger eines Highschool-Wettbewerbs.
Viele der in "Behind Photographs" gezeigten Ikonen-Macher wirken ähnlich: selbstlos, unauffällig und beim Seitenwechsel unbeholfen. Wie gealterte Herren eben. Als wäre ihr größter Augenblick nur Zufall gewesen. Und manchmal, da war er ja tatsächlich kaum mehr als das: ein Glücksmoment, ein Zufallstreffer. Der richtige Ort zur richtigen Zeit.
Als etwa 1964 der damals 35-jährige Schotte Harry Benson gebeten worden war, im Pariser George V. Hotel eine junge Band namens The Beatles zu fotografieren, da hatte der nicht mal gewusst, was sich hinter diesem Namen verbarg.
Als etwa 1964 der damals 35-jährige Schotte Harry Benson gebeten worden war, im Pariser George V. Hotel eine junge Band namens The Beatles zu fotografieren, da hatte der nicht mal gewusst, was sich hinter diesem Namen verbarg. Wenig später stürmte die Boygroup mit "A Hard Days Night" und "Can't Buy Me Love" die internationalen Hitparaden.
Harry Benson war über Nacht zum Glückspilz geworden - gefragt, weil sein Motiv gefragt war. So steckt hinter jedem Bild nicht nur ein kluger Kopf, dahinter steckt auch eine komplexe Geschichte. (...)
Die komplette Geschichte und weitere Ikonen finden Sie in der aktuellen PHOTOGRAPHIE 5/2012.