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Die besten Leserbilder 03/2013
1. Platz Stefan Eisele, Göppingen
Auf kleinen Konzerten durchflutet die Stimmung der Nacht den Raum manchmal besonders gut. Mit seiner Sony Alpha 77 mischte sich der Fotograf in die ausgelassen tanzende Menge. Die bewusst gesetzte Bewegungsunschärfe bringt Dynamik in den Bildaufbau. Stefan Eisele hat das Thema "Nightlife" gut getroffen. Glückwunsch zum 1. Platz!
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Die besten Leserbilder 03/2013

Hymnen an die Nacht


Zwischen sehnsuchtsstill und partylaut sind die Wettbewerbseinreichungen zum Thema "Nightlife". Sie zeigen, wie kreativ unsere Leser mit Restlicht und künstlichen Lichtquellen umzugehen wissen.

"Die Nächte sind nicht für die Menge gemacht // Von deinem Nachbar trennt dich die Nacht // und du sollst ihn nicht suchen trotzdem". So dichtete Rainer Maria Rilke. Wäre es nach ihm gegangen, so wäre die Nacht still geblieben, hätte sich nicht der Einsamkeit berauben lassen. Auch Novalis wütete in seiner ersten Hymne an die Nacht gegen die nächtliche Beleuchtung der Welt durch den Menschen. Die "leuchtenden Kugeln" werfe man nur in den Raum, "um zu verkünden seine Allmacht". In der Dichtung ist die Nacht nun mal die Zeit der Ruhe, alles schläft, einsam wacht höchstens der Mond über das schwarze Tuch, das die Erde bedeckt. Novalis und Rilke aber waren gestern. "Nightfever, Nightfever!", tönt es zu den Beats aus den Boxen. "I'm gonna marry the night // Oh, m-m-marry, m-m-m-marry the night", schmettert Lady Gaga auf die Tanzflächen der Clubs. Und die Hamburger Indie-Rock-Band Tomte macht mit einem flachen Reim auf Sprite die Nacht zum Tag: "Ich bin bereit // Gib mir Korn und Sprite // Ich bin bereit." Da kommt Leben in die Zeit der Dunkelheit und des Schlafs.

<b>2. Platz</b> Lichtaschtun Kollective, Berlin<br>
Im Volksglauben ist die Nacht die Zeit der Geister, Hexen und Teufel. Im Schutz der Dunkelheit treiben sie ihr Unwesen und spuken durch die Welt. Die Berliner Künstlergruppe Lichtaschtun Kollective hat im Westerwald ein märchenhaftes Nachtstück inszeniert. Bei Tageslicht hat die Gruppe den Wald erkundet und alles für das Fotoshooting präpariert. Zwei Nächte lang dauerte dann die Belichtungsarbeit mit Kerzen, Taschenlampen, Fackeln, professionellen Blitzanlagen und natürlichem Mondlicht. Auch in der Nachbearbeitung hatte die Gruppe sichtbar viel Vergnügen.
2. Platz Lichtaschtun Kollective, Berlin
Im Volksglauben ist die Nacht die Zeit der Geister, Hexen und Teufel. Im Schutz der Dunkelheit treiben sie ihr Unwesen und spuken durch die Welt. Die Berliner Künstlergruppe Lichtaschtun Kollective hat im Westerwald ein märchenhaftes Nachtstück inszeniert. Bei Tageslicht hat die Gruppe den Wald erkundet und alles für das Fotoshooting präpariert. Zwei Nächte lang dauerte dann die Belichtungsarbeit mit Kerzen, Taschenlampen, Fackeln, professionellen Blitzanlagen und natürlichem Mondlicht. Auch in der Nachbearbeitung hatte die Gruppe sichtbar viel Vergnügen.
Nicht nur Partyhopper schätzen die Stunden, in denen die Sonne unter dem Horizont steht. Auch für nachtaktive Fotografen macht das schwindende Licht die Welt erst so richtig motivtauglich - ein klarer Fall für Available-Light-Fotografie. Bildjäger der Nacht, die sich nicht mit schwarzen Flächen zufriedengeben wollen, sollten ein paar Voraussetzungen beherzigen und sich aufgrund der geforderten hohen Belichtungszeiten möglichst nicht ohne Stativ in die Dunkelheit begeben, auch lichtstarke Objektive und Bildstabilisatoren sind wichtige Begleiter auf ihren nächtlichen Streifzügen.

<b>3. Platz</b> Philipp Danz, Mülheim a. d. Ruhr<br>
Abseits eines Festivals hat Philipp Danz dieses Pärchen entdeckt, das sich wie für ein Shooting im pinken Licht eines Scheinwerfers positioniert hatte. Der Fotograf war mit seiner Canon 7D gleich zur Stelle. Angaben wie ISO 1000, 55 mm, f 4,5 und 1/25 s sind eher sekundär - auch bei der Nightlife-Fotografie kommt es vor allem darauf an, mit einem offenen Blick durch die Nacht zu strolchen.
3. Platz Philipp Danz, Mülheim a. d. Ruhr
Abseits eines Festivals hat Philipp Danz dieses Pärchen entdeckt, das sich wie für ein Shooting im pinken Licht eines Scheinwerfers positioniert hatte. Der Fotograf war mit seiner Canon 7D gleich zur Stelle. Angaben wie ISO 1000, 55 mm, f 4,5 und 1/25 s sind eher sekundär - auch bei der Nightlife-Fotografie kommt es vor allem darauf an, mit einem offenen Blick durch die Nacht zu strolchen.
Fernauslöser vermeiden unnötige Verwacklungen. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser: Schalten Sie die Kameraautomatik ab, und spielen Sie im manuellen Modus mit den Blenden und Belichtungszeiten. Ein Blick ins Histogramm verrät mehr als das bloße Vorschaubild. Meist lässt sich in der Nachbearbeitung noch einiges aus einem scheinbar missglückten Bild herausholen. Fotografieren Sie deshalb am besten immer im RAW-Format - so verbleiben mehr Freiheiten für eine spätere Korrektur am Monitor. Ansonsten gilt in der Low- Light-Fotografie wie in fast allen Bereichen: einfach mal drauflosgehen und ausprobieren.

Viele Einsendungen schrammten übrigens knapp am Thema "Nightlife" vorbei. Sie hatten für unseren Geschmack zwar genügend "Night", das "Life" aber wurde übergangen. Hier hätten wir uns gewünscht: ein bisschen weniger Novalis, ein bisschen mehr Lady Gaga.


So machen Sie mit

Jedes zu einem Thema online oder per Post eingereichte Bild wird von der PHOTOGRAPHIE-Jury beurteilt; die besten Bilder veröffentlichen wir im Magazin und unter www.photographie.de. Jeder Einsender kann maximal zehn Aufnahmen pro Thema schicken - farbig oder schwarzweiss, glaslos gerahmte Dias, Abzüge bis 20 x 30 cm oder digitale Daten (JPEG-Format, 300 ppi, mindestens 13 x 18 cm) auf CD mit Thumbnail-Ausdruck (mindestens 10 x 15 cm).

Wichtig: Bitte geben Sie auf einem Extrablatt Ihren Namen, Ihr Alter, Ihre Telefonnummer oder E-Mail-Adresse für Rückfragen sowie Informationen zum Ort der Aufnahme, zur Aufnahmesituation und zum verwendeten Equipment an.

Der Verlag übernimmt keine Haftung für Verlust oder Beschädigung der Sendungen; sorgfältige Behandlung wird zugesichert. Der Verlag geht davon aus, dass sämtliche Bildrechte der eingesandten Fotos beim Einsender liegen und bei Personenaufnahmen die Genehmigung der Fotografierten eingeholt wurde. Durch die Ein­sendung erklären Sie sich mit einer honorarfreien Veröffentlichung in PHOTOGRAPHIE (Print und online) einverstanden.

Wichtig: Eine Rücksendung erfolgt nur bei ausreichend frankiertem Rückumschlag. Für Rücksendungen ins Ausland bitten wir, internationale Antwortscheine beizufügen.

Einsende-Adresse:
Untitled Verlag & Agentur
Redaktion PHOTOGRAPHIE
Wettbewerb (Thema - bitte unbedingt angeben)
Jarrestr. 2
22303 Hamburg

Autor: Jana Kühle

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