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Mit Jens Cullmann auf Safari
Der frühe Fotograf macht die besseren Bilder. Die hochsozialen Wildhunde (mit einem Alphaweibchen) fingen vor Sonnenuntergang an zu spielen. Eine Art Begrüßungszeremonie, bevor es zur gemeinsamen Jagd geht. Diese Aufnahme gelang dem Fotografen nur, weil er sich lange vorher so positioniert hatte, dass die Tiere keine Scheu vor ihm hatten und er gegen die untergehende Sonne fotografieren konnte. // Canon EOS-1D X mit EF 4/500 mm L IS II USM / ISO 640 / f/4 / 1/1.000 s / - 2/3 EV
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Mit Jens Cullmann auf Safari

This is Africa!


Zweimal im Jahr treibt es Fotograf Jens Cullmann nach Afrika, und zweimal im Jahr kommt er nach etwa drei Monaten mit leuchtenden Augen und rund 120.000 Bildern zurück. Die Intensität seiner Aufnahmen ist immens, jedes ein Zeugnis seiner Erfahrung.

Das Glück des Aufmerksamen. Zum Ende der Trockenzeit wird es eng im Tümpel, da scharen sich nicht nur besonders viele Tiere um die verbliebenen Wasserstellen, da kann es durchaus auch zu Kannibalismus unter den Räubern kommen. Hier war Fotograf Jens Cullmann zur richtigen Zeit am richtigen Ort und hat seine Umgebung aufmerksam beobachtet. Glück und Ausdauer spielen in der Wildlife-Fotografie eine wichtige Rolle. // Canon EOS-1D X mit EF 4/500 mm L IS II USM / ISO 1.250 / f/5 / 1/3.200 s
Respekt für die Natur und ein enger und höflicher Kontakt zu den Menschen vor Ort, das sind die Ingredienzen für Cullmanns Bilder - allesamt intensiv und dicht. Neben jahrelanger Erfahrung sowie viel Zeit und Geduld beim Fotografieren braucht man laut Cullmann auch die Zeit und Bereitschaft in der Postproduktion, Bilder auszuwählen und sich von der überwiegenden Zahl seiner Aufnahmen zu trennen.

Das typische Verhalten seiner Motive zu kennen, hilft dem Wildlife-Fotografen bei der Planung. Diesen Leoparden kennt Cullmann schon seit dessen Geburt. Hier ist er etwa ein Jahr alt, heute eine ausgewachsene Wildkatze. Die Schwarzfußantilope hatte der Jäger bereits am Vorabend gerissen und dann auf einen Baum gebracht, damit ihm niemand seine Beute streitig macht. Auf dem Foto spielt der satte Leopard nur noch mit seinem Opfer, ein Glück für den Fotografen, der von dem Tier schon am Vorabend Aufnahmen gemacht hatte. // Canon EOS-1D X Mk. II mit EF 2,8/300 mm L IS II USM / ISO 800 / f/2,8 / 1/1.250 s / + 1/3 EV
"Wenn man sensationelle Bilder haben möchte, hat rund ein Prozent der Motive das Potenzial, in die Auswahl zur Bearbeitung zu kommen", unterstreicht Cullmann. Seine Kamera hat er immer griffbereit, eine mobile Festplatte mit den entstandenen Bildern immer dabei: "Am Ende einer Reise kann man fast alles ersetzen, nur nicht entgangene Situationen und natürlich die geschossenen Fotos."

Mit Selektiver Schärfe den Blick fokussieren. Der Scherenschnabel beim Fischen - kommt es zum Kontakt der unteren, längeren Schnabelhälfte mit einem Beutefisch, schließt sich die "Schere" und der Vogel fliegt mit dem Fisch auf. Hier hat Cullmann einen passenden Schärfekorridor gewählt, um den Betrachter auf den Vogel zu konzentrieren, ohne das Tier in seiner Bewegung aus dem Fokus zu verlieren. Die Spiegelungen an der Oberfläche rühren laut Cullmann von winzigen Gasbläschen und der Oberflächenspannung des Wassers her. // Canon EOS-1D X mit EF 4/500 mm L IS II USM / ISO 500 / f/5 / 1/3.200 s
Die Ausrüstung
Wer einen Blick auf die Ausrüstung von Jens Cullmann wirft, der weiß, warum er mit dem eigenen Fahrzeug in Afrika unterwegs ist: Vier Bodys (Canon EOS-1D X (II), EOS 5D III und 7D II) sowie lichtstarke Festbrennweiten (EF 4/500 mm, 2,8/300 mm und das 2,8/100-mm-Makro), außerdem die f/2,8er-Zooms 16-35 mm, 24-70 mm und 70-200 mm, sowie das L IS USM Extender- Objektiv 4/200-400 mm sind dabei.

Den gesamten Artikel mit vielen weiteren Bildern finden Sie in der PHOTOGRAPHIE-ePaper-Ausgabe 11/2017.

Jens Cullmann

... ist ein freiheitsliebender Naturfotograf und Autodidakt mit sehr viel Akribie. Seit seinem 14. Lebensjahr ist er mit der Spiegelreflexkamera unterwegs, mit Mitte 30 hat er seine erste Tour in das südliche Afrika unternommen. Seitdem hat ihn das "Afrika- Virus", wie er es nennt, gepackt und er unternimmt regelmäßige Safaris auf dem Schwarzen Kontinent. Aus der Lust am Reisen ist längst die Lust am Fotografieren geworden. Zweimal im Jahr ist er für mehrere Monate in Afrika unterwegs. Mit der gleichen Akribie, mit der er seine Fotografie kontinuierlich weiterentwickelt hat, plant er auch seine Fotoreisen: Vollmondphasen, Trocken- und Regenzeiten, all das will berücksichtigt werden. Seit 2008 betreibt er auch einen Blog für die Daheimgebliebenen. Vom 26. Januar bis 3. März 2018 werden seine Bilder in der Ausstellung "Dust till dawn - Tierfotografie in afrikanischer Wildnis" in der be art Galerie für Fotografie in Heidelberg zu sehen sein. www.jenscullmann.de


Fotos: Jens Cullmann
Autor: Tobias F. Habura

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