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Erotik-Fotografie im Zeitalter von Mikrostock
Unser Aufmacher mutet an wie eine Strandaufnahme: weißer Sand und Sonnenlicht sind die scheinbaren Ingredienzien. Tatsächlich ist diese Aufnahme im Studio entstanden, mit einer punktförmigen Lichtquelle ähnlich der Sonne. Die Haare wurden mit Öl eingerieben, so wirkt es, als sei das Model gerade noch im Wasser gewesen. Der Körper ist eingecremt, dabei ist die Verteilung so ungleichmäßig, wie es wohl auch am Strand gewesen wäre. oiobooks / AS Inc, 295320200, shutterstock.com
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Erotik-Fotografie im Zeitalter von Mikrostock

Catalogue Girls


Als moderne Produkte der digitalen Globalisierung versteht der Fotograf Sven Müller das Stockfoto-Angebot, das viel besser sei, als man gemeinhin annimmt.

Hier handelt es sich um eine sehr heiße Pose, trotzdem bleibt die Aufnahme soft und ästhetisch, weil sich alles nur in der Fantasie des Betrachters abspielt und nichts zu sehen ist. So bleibt auch das mögliche Einsatzgebiet einer solchen Aufnahme groß. oiobooks / Guryanov oiobooks / Maksim Shmeljov, 241341898, shutterstock.com Andrey, 559589032, shutterstock.com
In der Vermarktung von Fotografie, schreibt der erfahrene Fotograf und Autor Sven Müller im Vorwort des von ihm herausgegebenen Bildbandes "Catalogue Girls", werde ein riesiger neuer Markt bedient. Gemeint ist der Handel mit erotischen Fotos, die zumeist von professionellen Fotografen aufwendig inszeniert und dann für wenig Geld durch sogenannte Mikrostock-Agenturen verkauft werden. Kann das funktionieren?

Eine typische Aufnahme, die man für alles einsetzen kann, was mit Genuss zu tun hat: Schmuck, Whisky et cetera. Das Foto drückt Sinnlichkeit aus: Die halb geöffneten Lippen, die geschlossenen Augen und der leicht nach hinten geneigte Kopf sind ganz typische Stilmittel dafür. Die Aufnahme passt perfekt ins Feld der Werbeindustrie. Licht und Schatten wurden durch eine Maskierung erreicht, eine zweite Lichtquelle ist auf den Hintergrund gerichtet. oiobooks / Mayer George, 297843224, shutterstock.com
Kann die schiere Masse am Ende die Aufwendungen für die Produktion nicht nur auffangen, sondern lukrativ gestalten? Herausragende Beispiele für die Qualität der Stock-Produktionen fasst Müller in seinem im OIO-Verlag erschienenen Bildband zusammen. Dabei nimmt er sich nach eigenen Aussagen bewusst den großen Markt der Erotik- Fotografien vor: "Die besten Fotografien in diesem Bereich werden oft 1.000-fach verkauft. Moderne Produkte der digitalen Globalisierung, die viel besser sind, als man gemeinhin annimmt."

Das Model scheint in sich versunken, geradezu nachdenklich zu sein. Die minimalistische Ausstattung passt zum hochwertigen Interieur, in dem die Aufnahme fotografiert wurde. Auch die Dessous harmonieren mit dem Umfeld. Das Bild zeichnet sich durch seinen klaren grafischen Aufbau aus und lebt vom Kontrast der schwarzen Unterwäsche und des weißen Interieurs. oiobooks / Fresh Stock, 292334507, shutterstock.com
Einen qualitativen Unterschied zur klassischen Erotik-Fotografie sieht auch der Verleger (und Fotograf) Robert Gabor nicht, nur die größere Masse und damit die Möglichkeit, günstiger zu produzieren, unterscheiden die Stockfotografie.

"Es gibt einen riesigen Content-Bedarf. Deutschland zählte einst zu den titelreichsten Ländern, noch vor den USA", meint Gabor. "Heute benötigt man durch das Web noch einmal wesentlich mehr Inhalt." Dabei sei das stehende Bild enorm wichtig und werde von den omnipräsenten Online-Filmen nicht verdrängt.

Den gesamten Artikel mit vielen weiteren Bildern finden Sie in der PHOTOGRAPHIE-ePaper-Ausgabe 1-2/2018.

Catalogue Girls.

Erotik-Fotografie im Zeitalter von Mikrostock. Sven Müller (Hrsg.)

Hardcover,
160 Seiten,
über 150 Abbildungen
ISBN: 978-3-03889-004-1
29,99 Euro [D],
30,90 Euro [A]


Autor: Tobias F. Habura

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