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Special Fine Art

Kunst und Können


Sie wollen ein Foto mit "Wow-Effekt"? Aufnehmen müssen Sie es schon selbst, aber wir zeigen Ihnen, wie Sie Fine Art aufs Papier bringen: von der Bearbeitung am Bildschirm bis zur Ausgabe auf edelsten Medien.

Tipp: Chrom-Papier Ein metallisch glänzendes Material verleiht der burschikosen Braut besonderen Glamour. Derzeit bieten drei Hersteller entsprechende Materialien für den Tintenstrahldruck an: Tecco hat das "Iridium Silver Gloss" im Sortiment, Moab verkauft das "Slickrock Metallic Pearl" und Le Bon Image das "Bonjet Atelier Metallic" in matt und glänzend. Die Papiere laufen im Inkjet- Druck problemlos.
Fine Art hat mit Träumen zu tun. Sie kann traumhaft sein, aber ebenso traumatisch. Wer - mit seligem Lächeln und dem Stolz eines frischgebackenen Vaters - den eigenen Fotodruck auf 300-Gramm-Papier in Händen hält, weiss ums Traumhafte. Doch alle, die bereits aus dem Schlaf hochgeschreckt sind, weil sie ein hämisch grinsendes ICC-Profil im Traum verfolgt hat, kennen auch die andere Seite. Die gute Nachricht: Der Weg zum Kunstdruck ist heute so einfach und so günstig wie nie zuvor. Ohne ein bisschen Wissen, Zeit und Geld geht's dennoch nicht.

Dass ein sehr gutes Foto weiterhin den wichtigsten Ausgangspunkt bildet, scheint selbstverständlich. Aufgenommen im RAW-Format, ganz klar. Versehen mit dem Farbprofil "Adobe RGB". Ebenfalls eine gängige Einstellung, deren Sinn sich allerdings nicht jedem Fotografen auf den ersten Blick erschließt. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn er sieht womöglich keinen Unterschied. Doch der Standard-Farbraum sRGB ist deutlich kleiner, kann also weniger Farben darstellen, man verschenkt Potenzial. Ein Potenzial, das erst bei der ausgefeilten Bearbeitung an einem Highend-Monitor sichtbar wird.

Von Farben und vom Haareschneiden

Schon sind wir mittendrin in der Farbenlehre. Gemessen an dem, was Auge und Gehirn an Farbtönen aufnehmen, schneiden Monitore und Kameras ohnehin schlecht ab. Selbst hochwertige Bildschirme können da nicht mithalten. Aber die Displays der 1.500-Euro-Klasse, oft versehen mit Etiketten wie "Soft-Proof-geeignet" oder "Wide Gamut", bilden zumindest einen sehr großen Farbraum ab. Einfache Monitore erreichen kaum ein Drittel dieser Darstellungsleistung. Sämtlichen Displays - vom Smartphone bis zum Fernseher - ist gemein: Sie kombinieren die Grundfarben Rot, Grün und Blau (RGB) zu einem Bild. Fehlt jegliche Farbe, ist es schwarz, liegen R+G+B übereinander, wird's weiß.

Eizo CG245W vs. NEC Spect raView Referenc e 241

Die Königsklasse erkennt man am schwarzen Schirm. Die mit Samt versehenen Kunststoffklappen sind 100 Prozent "Lowtech", aber sie dürfen an keinem professionellen Monitor fehlen. Denn sie schirmen das Display gegen direkten Lichteinfall und gegen Spiegelungen ab. Unsere beiden Test- Boliden von Eizo und NEC bringen solche Blenden natürlich mit, auch wenn diese recht klapperig anmuten - gemessen daran, dass die Monitore die Haushaltskasse um rund 1.950 Euro (Eizo) und 1.770 Euro (NEC) schröpfen. Wo liegen die wahren Vorteile, die diese Displays viermal teurer machen als ein licht- und kontraststarkes LCD aus dem Elektronikmarkt? Einer der Dreh- und Angelpunkte ist der sogenannte "Gamut", die Menge aller Farben, die ein Bildschirm darstellen kann. Als Basis für Vergleiche dient oft der Farbraum "Adobe RGB", den viele von ihrem Kamera-RAW her kennen. Die beiden 24-Zöller zeigen jeweils 98 Prozent des "Adobe RGB"-Farbraums an. Bei unseren Vergleichsmessungen kam ein aktuelles Consumer- Display auf 72 Prozent, ein einfacher Laptop-Monitor sogar nur auf 57 Prozent. Überdies bieten sowohl der Eizo als auch der NEC eine gleichbleibende Helligkeit über die gesamte Bildschirmfläche. Der wesentliche Unterschied zwischen den beiden Monitoren zeigt sich am oberen Bildschirmrand: Der Eizo verfügt über ein eingebautes Messgerät. Wie ein kleiner Finger senkt es sich herab und übernimmt automatisch die Kalibrierung. Sehr schnell und komfortabel! Man sollte sich jedoch bewusst sein: Für ein optimales Ergebnis erfolgt die Messung im Normalfall in der Mitte des Bildschirms. Und nach einigen Jahren muss man das eingebaute Messgerät mithilfe eines externen Tools neu justieren. Fazit: Qualitativ ein Zweikampf gleich starker Riesen. Eizos integriertes Messgerät bietet Komfort, aber keine Rundum-sorglos-Garantie. Alternativen: Quato IP 242 LE (circa 1.450 Euro).

Drucker, egal ob A4-Tintenstrahler oder Maschinen zur Zeitungsproduktion, arbeiten umgekehrt. Hier dient das weiße Papier als Grundlage: Ohne Farbe bleibt es weiß, druckt man Cyan, Magenta und Gelb sowie Schwarz (K, "key") übereinander, entsteht Schwarz. Bloß: Mein Farbraum beim Drucken ist deutlich kleiner als der meines Bildschirms. Warum sollte man also das Sparschwein für ein schweineteures Display schlachten?

"Das ist wie beim Haareschneiden", sagt Jens Eilers. Der Hamburger gibt Kurse in Sachen Farbmanagement und hat kürzlich auch PHOTOGRAPHIE-Leser geschult. "Abschneiden geht immer, dazuerfinden nie. Sie müssen ja erst mal etwas zum Schneiden haben, um nachher den richtigen Farbraum abzudecken." Ohne Sparschwein-Exekution geht es also doch nicht.

"Wie viel Sie tatsächlich ausgeben, hängt natürlich vom Anspruch ab. Wer ein Auto kauft, kommt auch mit einem Kleinwagen von A nach B, die gleiche Leistung wie bei einer Luxus-Limousine darf er dann aber nicht erwarten." Konkret bedeutet das für alle, die gerade ins Farbmanagement einsteigen: einen guten Mittelklasse-Bildschirm ruhig erst mal behalten und ein Messgerät kaufen. Das lässt sich auch in Zukunft benutzen und wird auf jeden Fall die Anzeige verbessern. Einige Messinstrumente wie der Spyder 4 "Elite" analysieren sogar die Leistung des Displays und geben so eine realistische Einschätzung, was man erwarten darf.

Tipp: Photoshop-Farbeinstellungen
Insbesondere Schwarzweiß-Fotos, die im RGB-Farbmodus vorliegen, verlangen ein sauberes Farbmanagement, um nachher ebenso saubere Grautöne zu erzielen. Neben der Kalibrierung von Monitoren und Druckern spielen die Farbeinstellungen in Photoshop (Lightroom, Indesign, Illustrator, ) eine entscheidende Rolle. Experten wie der Trainer Jens Eilers und der Fachautor Christian Piskulla sind sich hier erfreulich einig: Für die meisten Anwendungen empfehlen sie die Profile der European Color Initiative, kurz ECI. Die Spezialisten stellen auf ihrer Homepage eine Vielzahl von ICC-Profilen zum kostenlosen Download bereit, ergänzt um weitere Unterlagen rund ums Farbmanagement und digitale Arbeitsabläufe. Konkret bedeutet das: Laden Sie die Profile "eciRGB v2" und "ISO Coated v2 (ECI)" herunter. Kopieren Sie sie anschließend in "WINDOWS/ system32/spool/drivers/ color" oder in "Benutzer/ Benutzername/Library/ ColorSync/Profiles". Jetzt wählen Sie die beiden Arbeitsfarbräume aus. Für einen rein fotografischen Workflow kann der Farbraum "Adobe RGB" eine Alternative sein. Behalten Sie in Dateien eingebettete Profile bei.
www.eci.org
Praktisch: Sowohl der Spyder als auch der ColorMunki lassen sich auf mehreren (eigenen) Rechnern installieren. Die Software ermöglicht es unter anderem, den Gamma-Wert, der die Abstufung der Tonwerte beeinflusst, und die Farbtemperatur einzustellen. Jens Eilers setzt an dieser Stelle auf ein Gamma von 1,8 und eine neutrale Tageslicht-Temperatur von 5.000 Kelvin. Christian Piskulla von Cleverprinting empfiehlt die gleichen Werte für Layout und Grafik; professionellen Fotografen rät er, eher ein Gamma von 2,2 sowie 6.500 Kelvin einzustellen. Beide Modelle haben ihre Berechtigung.

Metamerie und Museumsqualität

Man sollte sich ohnehin darüber im Klaren sein, dass man sich dem idealen Ablauf nur annähern kann. Für Perfektion bräuchte es Laborbedingungen mit konstanter Temperatur und Luftfeuchtigkeit sowie gleichbleibendem, neutralem Umgebungslicht. Wer sich also nicht bei Normbeleuchtung im klimatisierten Keller einschließt, muss auf sogenannte "Metamerie- Effekte" achten: Die Farbe des Umgebungslichts beeinflusst unsere Farbwahrnehmung deutlich. Daher sollten weder Sonnen- noch Kunstlicht direkt auf den Bildschirm fallen.

Als Nächstes brauchen Photoshop oder andere Bildbearbeitungsprogramme spezifische Farbeinstellungen. In der Regel bieten die Profile der European Color Initiative dafür eine gute Grundlage. Danach können wir uns endlich dem Kern der Kunst widmen: Fotos, gedruckt auf Papier.

Tipp: Plug-Ins Diese Nachtaufnahme von Dresden wurde mit dem Plug-in "Nik Silver Efex" in Schwarzweiß umgewandelt und erhielt so mehr Kontrast und eine stärkere Struktur. Das Programm hat sich binnen weniger Jahre zum Standard für hochwertige Monochrom-Bilder entwickelt. Mehr dazu in der nächsten Ausgabe von PHOTOGRAPHIE.
Klassischerweise bringt man "Fine Art" vor allem mit Schwarzweiß-Motiven in Verbindung. Doch angesichts eines Schlagworts, das in der Fotoszene immer häufiger als mehr oder minder gehaltvolles Prädikat auftaucht, schmilzt die Definition zusammen auf "der perfekte Print". Bettina Scheerbarth von Hahnemühle umreißt sinnvolle Maßstäbe: "Die Hauptkriterien sind Pigmenttinten, um Drucke zu erstellen, die konservatorisch höchste Anforderungen erfüllen, sowie Künstlerpapiere als edle Bildträger mit einer Grammatur von mindestens 180 g /m2."

Diese "konservatorisch höchsten Anforderungen", oft als "Museumsqualität" oder "Archivstandard" apostrophiert, erfüllen inzwischen fast alle Papierhersteller im Fine-Art-Bereich. Entscheidend ist, dass die Materialien keine Säuren enthalten, die mit der Zeit zur Zersetzung führen. Entsprechende Siegel prangen auf Papierpaketen und Homepages. In Kombination mit Pigmenttinten (im Gegensatz zu wasserbasierten Tinten) erreichen die Ausdrucke so eine Haltbarkeit von etwa 100 Jahren - mehr oder weniger, je nach Aufbewahrung und Lichteinfall.

Mehr wissen: PHOTOGRAPHIE und Epson luden unlängst zum Workshop rund um farbverbindliches Arbeiten und Fine-Art-Prints. Zahlreiche Leserfragen sind in diesen Beitrag eingeflossen. Eine Anleitung zum Fotodruck hat Trainer Jens Eilers hier zusammengestellt: http://bit.ly/yVPhAQ
Die richtigen Druckereinstellungen

Die Nachwelt derart lange mit ihren Bildern zu beglücken dürften nur wenige Fotografen im Sinn haben. Ihnen macht nicht die Haltbarkeit, sondern die korrekte Farbwiedergabe Schwierigkeiten. Denn zur Arbeit mit Farbprofilen liefert die Druckerbetriebsanleitung kaum Informationen, die Treiber wirken unübersichtlich. Und Photoshops Druckdialog fehlt es ebenfalls an Klarheit. Hier greift "Mirage" ein: Die Software von Dinax erleichtert das Drucken mit Epson-Geräten deutlich und fasst alle relevanten Werte zusammen. Die Einstellungen für jedes Fine-Art-Medium lassen sich speichern.

Wer ohne Spezialprogramm auskommt, muss beim Klicken in Photoshop einfach ein bisschen aufpassen. Was tun? Zunächst das Papier aussuchen und von der Homepage des Herstellers das entsprechende Farbprofil herunterladen. Meist finden sich dort zusätzlich Tipps zur Wahl der weiteren Druckereinstellungen, also meist der Papierart ("Fotopapier Semi-Gloss" etc.). Diese ebenfalls speichern. Danach das ICCProfil in den "Color"-Ordner von Windows oder den "ColorSync"-Ordner des Macs kopieren. Wenn Photoshop die richtigen Farbeinstellungen nutzt und das Foto über ein eingebettetes Profil verfügt, nun den Druckdialog öffnen. Dort "Farbmanagement durch Photoshop" anklicken und das Papierprofil auswählen. Als "Renderpriorität" bietet sich oft "Relativ farbmetrisch" mit "Tiefenkompensierung" an. In den Druckereinstellungen das Farbmanagement ausschalten und das richtige Medium heraussuchen. Ehe man den Job losschickt, kann man im Menü "Ansicht > Proof einrichten > Benutzerdefiniert " das gleiche Papier-Farbprofil auswählen und so vorab das Druckergebnis simulieren.

Colormunki Photo Vs. Spyder 4

Auf der Höhe der Zeit: Der Spyder 4 'Elite' kalibriert sogar iPads und Projektoren.
Beim Duell um die perfekten Farbeinstellungen des Monitors geht es tierisch zu: Spinne kontra Affe. Während der ColorMunki (X-Rite) schon ein Silberrücken ist, hat sich die vierte Generation des Spyder (Datacolor) erst vor Kurzem aus dem Bau gewagt. Beide Messgeräte arbeiten mit einer eigenen Software, die den Anwender Schritt für Schritt durch den Kalibrierungsprozess führt. Notfalls kommt der Fotograf ganz ohne Know-how zurecht, ein paar Grundkenntnisse in Sachen Farbmanagement - wie sie unser Special vermittelt - helfen jedoch auf dem Weg zum korrekten Monitorprofil. Über ein kleines Gegengewicht lassen sich beide Geräte problemlos in der Mitte des Bildschirms positionieren. Ehe sie die Kalibrierung starten, vermessen die tierischen Helfer das Umgebungslicht, da es die Wahrnehmung auf dem Display wesentlich beeinflusst. Wir vergleichen die Messergebnisse des Spyder 4 in der "Elite"-Version (etwa 175 Euro) mit den Resultaten des ColorMunki, dessen Kauf mit knapp 400 Euro zu Buche schlägt. Als Grundlage dienen Dateien und ein Referenzdruck aus dem "Cleverprinting"-Handbuch (siehe Verlosung). An Highend-Monitoren erzielen unsere Kandidaten sehr ähnliche Ergebnisse, und selbst auf Mittelklasse-Displays oder Laptop-Bildschirmen merzen sie so manchen Farbstich aus. Fazit: Die dreibeinige Spinne hat die Nase vorn. Der neue Spyder 4 bietet eine ordentliche Kalibrierung zum fairen Preis. Alternativen: Der Spyder 4 "Express" kostet kaum 100 Euro, berücksichtigt aber weder Umgebungslicht noch einen zweiten Monitor. Als unumstrittene Premium-Lösung bietet sich der i1Photo Pro von X-Rite an (circa 1.400 Euro).

Von Hadern bis Baryt

"Um weniger mit den Einstellungen zu kämpfen, empfiehlt es sich am Anfang, mehr mit den Papieren der Druckerhersteller zu arbeiten", hat Jens Eilers festgestellt. Doch alle, die einmal am Bariumsulfat-Karton gerochen haben oder echtes Hadern-Papier in den Fingern hatten, werden sich mit Freude ans Ausprobieren begeben. Der Markt für die "Blattware" zeigt sich sehr dynamisch; zu den etablierten Firmen wie Hahnemühle, Ilford, Canson oder Sihl gesellen sich Neulinge wie die Amerikaner von Moab oder Breathing Color. Selbst Traditionsunternehmen wie Fuji, eigentlich im Großlabor zu Hause, bieten einzelne Bögen an. Tecco aus Bergisch Gladbach mausert sich derweil gar zum stärksten Anbieter von Fine-Art- Blattware. Und "Le Bon Image" steigt dieser Tage mit dem "Bonjet Atelier Fibre" (mit Baryt-Anteil) frisch in den Markt ein.

Um zu schauen, welches Papier man - auch je nach Motiv - favorisiert, kann man bei den meisten Firmen auf Musterpakete zurückgreifen. Sie enthalten in der Regel zwei Blatt jeder Sorte im Format A4. Je nach Umfang kosten sie zwischen 10 und 30 Euro. Einige Händler bieten eine Erstattung an, wenn man später einen ganzen Karton abnimmt.

Tipp: Textur Wolken, Gischt, Beton: Schwarzweiß-Fotos leben unter anderem von starken Strukturen. Diese lassen sich mit markantem Papier noch unterstreichen. Im Test machte dieses Motiv zum Beispiel auf einem "William Turner" von Hahnemühle oder auf einem "RAG Photographique" von Canson eine besonders gute Figur. Wer mag, hat inzwischen auch die Möglichkeit, mit speziell beschichteten Aquarell- und Japan-Papieren zu experimentieren (Letztere zum Beispiel von Moab über lifefoto.de).
Unser Tipp: unbedingt Materialien ausprobieren, die stark von dem abweichen, was die Labore im Einerlei von matt und glänzend anbieten. Einige Papier-Favoriten haben wir bereits in den Tipps neben den Schwarzweiß-Fotografien notiert. Und die Nachtaufnahme des Aufmacherfotos ist zum Beispiel auf dem "Baryt satin" von Sihl entstanden, das lebendige Farben ermöglicht, ohne dabei allzu poppig zu wirken. Wer nach einem traditionellen Baryt-Papier sucht, um Porträts wie die böse Braut auf Seite 76 zu drucken, sollte sich unbedingt Muster des "Gold Fibre Silk" von Ilford besorgen.

FAZIT

Mit ein paar korrekten Klicks kann man den Workflow im Griff behalten, ohne daraus eine Lebensaufgabe zu machen. RAW-Verarbeitung, ein guter Monitor mit passendem Profil sowie ICC-Profile für Drucker und Papier bilden die Basis. Danach kann man sich der sinnlichen Seite der Fine Art widmen - Druckqualität und Papierauswahl lassen praktisch keine Wünsche offen. Am Ende ist's wie bei allen fotografischen Arbeiten: Handwerkliches Können und Kunstsinn müssen zusammenspielen. Oder um es mit Carl Valentin zu sagen: "Kunst kommt von können, nicht von wollen, sonst müsste es ja Wunst heißen." Traumhaft.




Hersteller: Breathing Color

Inhalt Musterpackung A4:
"Sample Pack", insgesamt 15 Blatt:
800M: Mattes Polycotton Canvas, hochweiss, 430g/m
Lyve Canvas: Mattes Polycotton Canvas ohne optische Aufheller, 450 g/m
Optica One: Mattes Fine Art Papier, hochweiss - mit glatter Oberfläche, 300 g/m
Elegance Velve: Mattes, hochweisses, leicht strukturiertes Fine Art Papier, 310 g/m
Vibrance Rag: Fine Art Papier mit Seidenglanz Baryt Finish, 325 g/m

Preis Musterpackung / Bezug
23,80 Euro (+ 8,33 Euro Versandkosten)
via www.breathing-color.de

ICC-Profile
www.breathing-color.de
- Papier wählen
- Reiter "Color Management"
Oder individueller Kalibrierungsservice über www.colormatch.org (39,90 Euro)



Hersteller: Canson

Inhalt Musterpackung A4:
"Discovery Pack - Fine Art", insgesamt 10 Blatt
BFK Rives 310 g/m
Arches Velin Museum Rag, 315 g/m
Arches Velin Museum Rag, 250 g/m
Edition Etching Rag, 310 g/m
Arches Aquarelle Rag, 310 g/m
Arches Aquarelle Rag, 240 g/m
Montval Aquarelle, 310 g/m
Mi Teintes, 170 g/m
PhotoArt HD Canvas, 400 g/m
Rag Photographique, 310 g/m

"Discovery Pack - Foto", insgesamt 11 Blatt
Edition Etching Rag, 310 g/m
Rag Photographique, 310 g/m
Rag Photographique, 210 g/m
Rag Photographique Duo, 220 g/m
Platine Fibre Rag, 310 g/m
Baryta Photographique, 310 g/m
High Gloss Premium, RC 315 g/m
PhotoGloss Premium, RC 270 g/m
PhotoSatin Premium, RC 270 g/m
PhotoArt HD Canvas, 400 g/m
BFK Rives, 310 g/m

Preis Musterpackung / Bezug
je circa 20 Euro
via Fachhandel: www.canson-infinity.com

ICC-Profile
www.canson-infinity.com



Hersteller: Hahnemühle

Inhalt Musterpackung A4:
"Sample Pack Matt FineArt - smooth", insgesamt 14 Blatt
Rice Paper, 100 g/m
Photo Rag Duo, 276 g/m
Bamboo, 290 g/m
Photo Rag Ultra Smooth, 305 g/m
Photo Rag, 308 g/m
Photo Rag Bright White, 310 g/m
Daguerre Canvas, 400 g/m

"Sample Pack Matt FineArt - textured", insgesamt 14 Blatt
Albrecht Dürer, 210 g/m
Torchon, 285 g/m
Sugar Cane, 300 g/m
German Etching, 310 g/m
William Turner, 310 g/m
Museum Etching. 350 g/m
Monet Canvas, 410 g/m

"Sample Pack Glossy FineArt", insgesamt 14 Blatt
FineArt Pearl, 285 g/m
Photo Rag Satin, 310 g/m
Photo Rag Baryta, 315 g/m
Photo Rag Pearl, 320 g/m
FineArt Baryta, 325 g/m
Baryta FB, 350 g/m
Leonardo Canvas, 390 g/m

Preis Musterpackung / Bezug
circa 10 Euro
via Fachhandel (Verzeichnis: www.hahnemuehle.com
Zum Teil mit Cash-Back-Aktion beim anschließenden Kauf einer normalen Packung Blattware.

ICC-Profile
Unter: www.hahnemuehle.com



Hersteller: Harman by Hahnemühle

Inhalt Musterpackung A4:
Insgesamt 14 Blatt:
Matt Cotton Smooth, 300 g/m
Matt Cotton Textured, 300 g/m
Gloss Art Fibre, 300 g/m
Gloss Art Fibre Warmtone, 300 g/m
Gloss Baryta, 320 g/m
Gloss Baryta Warmtone, 320 g/m
Canvas, 450 g/m

Preis Musterpackung / Bezug
circa 10 Euro
via Fachhandel

ICC-Profile
harman.hahnemuehle.com




Hersteller: Ilford

Inhalt Musterpackung A4:
"Ilford Galerie Testpackung", insgesamt 12 Blatt:
Galerie Smooth Pearl
Galerie Smooth Gloss
Galerie Gold Fibre Silk
Galerie Smooth Lustre Duo
Galerie Smooth Heavyweight Matt
Galerie Smooth Fine Art

"Ilford Galerie Limited Edition" (Sonderaktion!), insgesamt 40 Blatt:
Galerie Gold Fibre Silk
Galerie Smooth Pearl
Galerie Smooth Gloss
Galerie Smooth Lustre DUO

Preis Musterpackung / Bezug
"Ilford Galerie Testpackung": circa 11,50 Euro
"Ilford Galerie Limited Edition": circa 29,95 Euro

via Fachhandel unter (www.tetenal.de)

ICC-Profile
Unter: www.ilford.com
(kostenlose Registrierung erforderlich)



Hersteller: Le Bon Image "Bonjet"

Inhalt Musterpackung A4:
Bonjet "Photo Art Testpack", insgesamt 12 Blatt:
Leather Glossy Paper
Leather Matt Paper
Canvas Glossy Paper
Canvas Matt Paper
Silk Glossy Paper
Silk Matt Paper

Bonjet "Atelier Testpack", insgesamt 10 Blatt:
Gloss
Pearl
Metallic gloss
Metallic Lustre
Matt Duo

Preis Musterpackung / Bezug
Bonjet "Photo Art Testpack": 7,90 Euro
Bonjet "Atelier Testpack": 9,90 Euro

via Fachhandel
www.bon-image.com

ICC-Profile
www.bon-image.com



Hersteller: Moab

Inhalt Musterpackung A4:
"Moab Sample Pack", insgesamt 22 Blatt:
Colorado Fiber Gloss, 245 g/m
Colorado Fiber Satine, 245 g/m
Lasal Photo Gloss, 270 g/m
Lasal Exhibition Luster 300 g/m
Lasal Photo Matte, 235 g/m
Somerset Museum Rag, 300 g/m
Slickrock Metallic Pearl, 260 g/m
Entrada Rag Bright, 190 g/m
Entrada Rag Bright, 300 g/m
Entrada Rag Natural, 190 g/m
Entrada Rag Natural, 300 g/m

"Moab Moenkopi Sampler" (japanische Faserpapiere), insgesamt 4 Blatt:
Moenkopi Kozo
Moenkopi Unryu

Preis Musterpackung / Bezug
"Moab Sample Pack:" 19 Euro
"Moab Moenkopi Sampler": 7,74 Euro
(+ 6 Euro Versandkosten bis 100 Euro)
via www.lifefoto.de

ICC-Profile
www.moabpaper.com
oder www.lifefoto.de



Hersteller: Sihl

Inhalt Musterpackung A4:
Sample Pack "Studio-Line" (3 verschiedene Fotopapiere mit PE-Beschichtung), insgesamt 9 Blatt:
hochglänzend
seidenglänzend
doppelseitig seidenglänzend

Details zu den enthaltenen Papieren:
www.sihl.de

Preis Musterpackung / Bezug
5,36 Euro
via www.sihl-direct.de

ICC-Profile
www.sihl.de
Linke Seite: RGB-Profile für ...



Hersteller: Tecco

Inhalt Musterpackung A4:
"Tecco Photo Complete":
27 Papiere, insgesamt 54 Blatt

"Tecco Photo Portrait":
9 Papiere, insgesamt 18 Blatt

"Tecco Photo Selection":
8 Papiere, insgesamt 16 Blatt

"Tecco Photo FineArt"
10 Papiere, insgesamt 20 Blatt

Details zu den enthaltenen Papieren (PDF, circa 1 MB):
www.tecco.de

Preis Musterpackung / Bezug
"Tecco Photo Complete": 61,60 Euro
"Tecco Photo Portrait": 20,86 Euro
"Tecco Photo Selection": 20,86 Euro
"Tecco Photo FineArt": 27,03 Euro

via Fachhandel
www.tecco-photo.de

ICC-Profile
www.tecco-photo.de


Fotos: Sebastian Drolshagen
Autor: Sebastian Drolshagen

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