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Leben mit den eigenen Bildern
Der Blick aus dem Fenster - weit gefehlt. Was hier nach einem lichtdurchfluteten Raum und einem wunderbaren Blick auf die Skyline aussieht, ist in Wahrheit ein von hinten beleuchteter Textildruck, wie er etwa über die Firma CCS digital_fabric/ wallstyle.com zu beziehen ist.
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Leben mit den eigenen Bildern

Mehr als nur Fotos


Bilder an die Wand zu hängen oder in einem Fotobuch zu präsentieren sind klassische Formen, sie aus der Anonymität der Festplatte in die Öffentlichkeit zu bringen. Auf den folgenden Seiten tragen wir weitere Ideen für Ihre Werke zusammen.

Fotograf und Journalist Dieter Bornemann bricht mit den Sehgewohnheiten der Fotografie. Seine Werke sind Skulpturen aus multidimensionalen Fotografien.  Fotos: Dieter Bornemann, Carsten Brügmann (wallstyle)
Fotograf und Journalist Dieter Bornemann bricht mit den Sehgewohnheiten der Fotografie. Seine Werke sind Skulpturen aus multidimensionalen Fotografien. Fotos: Dieter Bornemann, Carsten Brügmann (wallstyle)
Acrylglas, Alu-Dibond, Forex oder Canvas - viele denken bei der Präsentation ihrer Bilder über das passende Material nach. Wie und auch wo kommt mein Foto am besten zur Geltung? Und dabei birgt gerade das "Wie" unendliche Möglichkeiten und bleibt nicht auf klassische Materialien und eine Hängung an der Wand beschränkt. Unser Leser Dieter Bornemann etwa zeigt das auf geniale Art und Weise und hat seine Skulpturen auch schon erfolgreich ausgestellt. Er hat sich für das moderne und leichte Trägermaterial Forex-Platte entschieden, lässt diese mit seinen Motiven bedrucken und fertigt aus seinen zweidimensionalen Abbildungen dreidimensionale Objekte, die auf den ersten Blick kaum vom Original zu unterscheiden sind. Die Sehgewohnheiten des Betrachters können sie dabei gehörig auf den Kopf stellen.

Beispiele
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    Der Blick aus dem Fenster - weit gefehlt. Was hier nach einem lichtdurchfluteten Raum und einem wunderbaren Blick auf die Skyline aussieht, ist in Wahrheit ein von hinten beleuchteter Textildruck, wie er etwa über die Firma CCS digital_fabric/ wallstyle.com zu beziehen ist.
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    So unterschiedlich können Bilder präsentiert werden: hier gedruckt auf Holz mit einer Dreiteilung (Pixum). Ähnliche Varianten (mit und ohne erkennbare Maserung) gibt es auch zum Beispiel von albelli, Cewe und meinfoto.de.
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    So unterschiedlich können Bilder präsentiert werden: zum Gucken und Kuscheln sind bedruckte (meinfoto.de) oder gewebte Decken (fotodecke.de) ein echtes Highlight.
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    So unterschiedlich können Bilder präsentiert werden: wie wäre es mit einer Klebefolie, oder als Hintergrund eines Setzkastens (Pixum) oder auf Regalschubladen? Tacklite und PixelNet sind weitere Anbieter.
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    So unterschiedlich können Bilder präsentiert werden: eine klassische Fotografie auf Acryl (hier WhiteWall).
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    Suchbild! Beim großen Rahmen in der Mitte handelt es sich um den Samsung-Fernseher "The Frame". Der in Kürze verfügbare 75 Zoll große QLED-TV kann im sogenannten Art- oder TV-Modus betrieben werden. Im energiesparenden Art-Mode stellt er klassische und zeitgenössische Werke sowie eigene Motive so dar, dass sie wie Kunstwerke wirken.
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    Wer aus ästhetischen oder auch ganz praktischen Erwägungen kein Bild an die Wand hängen möchte, der kann den Rahmen oder auch ein opulent gestaltetes Fotobuch aufstellen.
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    Auch kleine Formate können wirken, man braucht nur die kreative Idee, seine Bilder zu präsentieren. Dieser luftige "Vorhang" hält die Urlaubserinnerungen lange wach.


So unterschiedlich können Bilder präsentiert werden: eine klassische Fotografie auf Acryl (unten rechts, hier WhiteWall) oder gedruckt auf Holz mit einer Dreiteilung (oben links, Pixum). Ähnliche Varianten (mit und ohne erkennbare Maserung) gibt es auch zum Beispiel von albelli, Cewe und meinfoto.de. Oder vielleicht als Klebefolie und als Hintergrund eines Setzkastens (Pixum) oder auf Regalschubladen? Tacklite und PixelNet sind weitere Anbieter. Zum Gucken und Kuscheln sind bedruckte (meinfoto.de) oder gewebte Decken (fotodecke.de).
So unterschiedlich können Bilder präsentiert werden: eine klassische Fotografie auf Acryl (unten rechts, hier WhiteWall) oder gedruckt auf Holz mit einer Dreiteilung (oben links, Pixum). Ähnliche Varianten (mit und ohne erkennbare Maserung) gibt es auch zum Beispiel von albelli, Cewe und meinfoto.de. Oder vielleicht als Klebefolie und als Hintergrund eines Setzkastens (Pixum) oder auf Regalschubladen? Tacklite und PixelNet sind weitere Anbieter. Zum Gucken und Kuscheln sind bedruckte (meinfoto.de) oder gewebte Decken (fotodecke.de).
Gegenstände wie etwa ein Kaugummiautomat aus den 80er-Jahren, ein rund 100 Jahre alter Klingelkasten aus einem Wiener Altbau oder ein aus Fotos nachgebautes Ikea-Regal werden ihrer Funktionalität beraubt. Stellen Sie sich einmal vor, Sie stehen vor einem Alibert-Spiegelschrank aus den 70er-Jahren, in dem zwar der Raum, nicht aber Ihr eigenes Spiegelbild wiedergegeben wird ... Mit seinen Skulpturen fügt Bornemann der ausschließlich visuellen Wahrnehmung von Fotografie eine haptische Erfahrung hinzu.

Ein weiteres Beispiel für eine gelungene "Irreführung" ist der scheinbare Blick aus dem Fenster auf die Skyline, wie im Bild oben zu sehen. Tatsächlich handelt es sich um eine von hinten beleuchtete Fotografie mit (Fenster-)Rahmenelementen.

Suchbild! Beim großen Rahmen in der Mitte handelt es sich um den Samsung-Fernseher "The Frame". Der in Kürze verfügbare 75 Zoll große QLED-TV kann im sogenannten Art- oder TV-Modus betrieben werden. Im energiesparenden Art-Mode stellt er klassische und zeitgenössische Werke sowie eigene Motive so dar, dass sie wie Kunstwerke wirken.
Motive und Ideen

Die Präsentation der Bilder beginnt in der Regel mit der Wahl des passenden Ortes und des Untergrundes. Hier wollen wir uns zunächst einmal die klassischen Materialien ansehen.

Acrylglas als Veredelung etwa eines Alu-Dibond-Trägers besitzt eine glänzende Oberfläche und sorgt für leuchtende Farben und eine enorme Tiefenwirkung, wie sie sonst nur bei der Hintergrundbeleuchtung von Bildern erzielt wird. Sie eignet sich am besten für lebendige, laute Motive, bei der Hängung sollte aber auf eine ausreichende Entfernung etwa zu einem Fenster oder künstlichen Lichtquellen geachtet werden. Ist das nicht möglich, sind Träger wie die klassische Leinwand, der Textildruck oder moderne Forex-Platten meist besser geeignet.

Links: Wer aus ästhetischen oder auch ganz praktischen Erwägungen kein Bild an die Wand hängen möchte, der kann den Rahmen oder auch ein opulent gestaltetes Fotobuch aufstellen. Rechts: Auch kleine Formate können wirken, man braucht nur die kreative Idee, seine Bilder zu präsentieren. Dieser luftige 'Vorhang' hält die Urlaubserinnerungen lange wach.
Links: Wer aus ästhetischen oder auch ganz praktischen Erwägungen kein Bild an die Wand hängen möchte, der kann den Rahmen oder auch ein opulent gestaltetes Fotobuch aufstellen. Rechts: Auch kleine Formate können wirken, man braucht nur die kreative Idee, seine Bilder zu präsentieren. Dieser luftige 'Vorhang' hält die Urlaubserinnerungen lange wach.
Die Leinwand wird in der Regel auf einen Echtholz- Keilrahmen gespannt und ist die klassische Wahl für Fine-Art-Motive. Die Oberfläche ist matt und damit wenig anfällig für Spiegelungen, das Motiv wird über den Falz hinweg verlängert.

Und genau da eröffnen sich verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten. So kann das Bild etwa fortgeführt werden. Dies führt zwangsläufig zu einem Crop, der beim Bildausschnitt berücksichtigt werden sollte. Andere, das Motiv in seiner Gänze erhaltende Gestaltungsmöglichkeiten sind etwa die Spiegelung des Motivs auf den Falz oder die Zerrung der letzten Pixelreihe, die so optisch über den Falz gezogen werden kann.

Den gesamten Artikel mit weiteren Bildern finden Sie in der PHOTOGRAPHIE-ePaper-Ausgabe 09/2017.

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Autor: Tobias F. Habura

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