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Das gewisse Etwas in Sachen Licht: Marktübersicht und Praxistipps für Blitz- und Dauerlicht

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Das gewisse Etwas in Sachen Licht

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Marktübersicht und Praxistipps für Blitz- und Dauerlicht

Das gewisse Etwas in Sachen Licht


Licht ist das Salz in der Suppe des Fotografen. Damit Sie nicht im Trüben fischen, sorgen wir mit unseren Tipps zur Lichtsetzung und Ausrüstung für Glanz in den Augen der Models.

Der Rollei Studioblitz 400 (ab ca. 200 Euro) liefert ein 15-W-LEDEinstelllicht sowie einen in sieben Stufen regulierbaren Blitz mit 5.500 Kelvin.
Der Rollei Studioblitz 400 (ab ca. 200 Euro) liefert ein 15-W-LEDEinstelllicht sowie einen in sieben Stufen regulierbaren Blitz mit 5.500 Kelvin.
Oft sind es nur Kleinigkeiten, die aus einem guten ein herausragendes Foto machen. Es ist das Spitzlicht in den Augen oder der Glanz auf den Haaren des Models, eine bewusst dramatische Inszenierung oder die perfekte Ausleuchtung beim Food-Foto. Damit das Licht nicht dem Zufall überlassen bleibt, gibt es ein paar nützliche Helfer - auch photokina-Neuheiten -, die wir auf den folgenden Seiten vorstellen. Darunter Dauer- und Blitzlichtlösungen, mit und ohne TTL-Messung. Außerdem sehen wir uns klassische Lichtsituationen und gängige Lichtformer an und schöpfen dabei aus den reichhaltigen Erfahrungen des Fotografen Andreas Bübl, der diese in einem schönen Praxisleitfaden zusammengefasst und reich bebildert hat. Mehr dazu gibt es auf der letzten Seite unserer Übersicht.


Der Elinchrom ELB 500 TTL (oben, ab ca. 1.700 Euro) richtet sich an Adventure-Fotografen, die im Studio und on Location arbeiten. Er ist in sieben Blendenschritten regulierbar. Das ELB-1200-Dock (ca. 750 Euro) liefert noch einmal deutlich mehr Power für unterwegs.
Der Elinchrom ELB 500 TTL (oben, ab ca. 1.700 Euro) richtet sich an Adventure-Fotografen, die im Studio und on Location arbeiten. Er ist in sieben Blendenschritten regulierbar. Das ELB-1200-Dock (ca. 750 Euro) liefert noch einmal deutlich mehr Power für unterwegs.
Rembrandt und Co.
Damit beim Licht nichts dem Zufall überlassen bleibt, verwenden Fotografen gern bestimmte Set-ups (immer wiederkehrende Lichtsituationen), die natürlich nach Belieben variiert werden können. Einer davon bezeichnet man als Rembrandtlicht. Dieser berühmte Künstler malte im 17. Jahrhundert seine Porträts in einer bestimmten Lichtstimmung, die heute gern für sogenannte Beauty-Porträts genutzt wird. Das Model steht am besten etwa einen halben Meter vor einem dunklen Hintergrund, das Licht kommt von rechts vorn aus einer um etwa 45 Grad erhöhten Position und gut einem Meter Entfernung. Der Nasenschatten sollte mit der dunklen Wange verschmelzen, unter dem Auge der lichtabgewandten Seite hellt ein Lichtfleck diese Seite auf. Make-up auf den Augen und Lippen des Models unterstützt die Wirkung dieser Einstellung.

Acht helle LEDs liefern im 160 Gramm leichten Aluminiumgehäuse des Manfrotto Lumimuse 8 Bluetooth-Edition (ca. 150 Euro) ordentlich Power. Zum Lieferumfang gehören drei Farbfilter und ein Diffuser.
In der Geschichte nicht ganz so weit zurück begeben sich Fotografen, die sich für das Hollywood- Licht - bekannt auch als Marlene-Dietrich-Style - entschließen. Wie in der vorhergehenden Einstellung kommt das Licht in einem 45-Grad-Winkel von oben, jedoch frontal, nicht seitlich. Außerdem wird ein Reflektor in einem vergleichbaren Abstand und Winkel unter dem Gesicht des Models positioniert. Dieses Licht sorgt für eine homogene Ausleuchtung, außerdem werden die Konturen des Gesichts besonders stark betont. Zuerst wird das Einstelllicht so gesetzt, dass ein leichter Nasenschatten noch vor der Oberlippe endet. Der Reflektor von unten soll nun die Intensität des Nasenschattens deutlich reduzieren und auch die Hals- und Kinnpartie aufhellen. Damit der Hintergrund nicht völlig zuläuft, kann ein weiterer Reflektor oberhalb des Models positioniert werden.

Der Godox Witstro AD400 Pro (ca. 600 Euro) liefert eine Farbtemperatur von 5.600 Kelvin, die Intensität lässt sich neunfach steuern. Das Gerät ist kompatibel mit Kameras von Canon, Nikon, Sony, Olympus und Fujifilm.
Der Godox Witstro AD400 Pro (ca. 600 Euro) liefert eine Farbtemperatur von 5.600 Kelvin, die Intensität lässt sich neunfach steuern. Das Gerät ist kompatibel mit Kameras von Canon, Nikon, Sony, Olympus und Fujifilm.
Akzente setzen Fotografen am besten mit Streiflicht. Wer die Haare besonders betonen oder die Silhouette hervorheben möchte, der wählt diese Form der Lichtmodellage. Dabei gilt: Je größer der verwendete Lichtformer ist, desto weicher mutet das Porträt an. Das Hauptlicht trifft unser Model erneut aus einem 45-Grad- Winkel von oben, Position vorn links. Hals- und Nasenschatten sollen dezent schräg nach unten verlaufen. Eine zweite, kleinere Lichtquelle wird im gleichen Winkel, jedoch rechts vom Model positioniert und ein Striplight rechts hinter dem Model. Sein Abstand sollte etwas größer sein als der der beiden vorderen Lichter.

Den gesamten Artikel finden Sie in der PHOTOGRAPHIE-ePaper-Ausgabe 11/2018.

STUDIO

Zum Repertoire des Porträtfotografen Andreas Bübl gehören klassische Studioaufnahmen, Fashion-, Glamour- und Beauty-Porträts etc. In seinem Buch vereint er ansprechende Bildbeispiele mit viel Wissen und hilfreichen Skizzen zum Lichtaufbau. Ein Lehrbuch im besten Sinne.

STUDIO / Licht-Setups und Bildideen für gelungene Porträts / Andreas Bübl / 312 Seiten / Rheinwerk Fotografie / ISBN 978-3-8362-4320-9 / 39,90 Euro

Autor: Tobias F. Habura

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