PHOTOGRAPHIE.de

(?) Facebook
 
Sucheingabe: Suchen
Canon EOS R und EOS 6D Mk. II im Vergleich
Links: Moderne Technik, die ihre Wurzeln nicht versteckt, bietet die EOS R. Canon verzichtet hier noch auf eine bewegliche Lagerung des Sensors, die Bildstabilisierung bleibt also vorerst die Domäne der Objektive. Rechts: Die EOS 6D Mk. II war bislang für Canon-Fotografen der Einstieg ins Vollformat und hatte ganz selbstverständlich einen Spiegel vor dem Sensor.
Test & Technik
Eindrucksvolle Fotobücher: Gestalten wie die Profis: Tipps für ...

Gestalten wie die Profis: Tipps für ...

Eindrucksvolle Fotobücher

Statt dem altgedienten Einsteckalbum gewinnt die Möglich ... mehr »
Für perfekte Outdoorbilder: Fünf praktische Extras für die Outdoor-Fotografie

Fünf praktische Extras für die Outdoor-Fotografie

Für perfekte Outdoorbilder

Sich im Schnappschuss-Format durch die Welt zu ... mehr »
Sigma sieht alles: Systemcheck zehnter Teil: Sigma

Systemcheck zehnter Teil: Sigma

Sigma sieht alles

Ganz gleich welche Marke, ein Objektiv von Sigma haben sicher die meisten ... mehr »
 

Canon EOS R und EOS 6D Mk. II im Vergleich

Mit oder ohne?


Das spiegellose Vollformat ist auch bei Canon angekommen. Müssen Spiegelreflexfotografen jetzt wechseln? Wir rufen zum Schwesterduell zwischen der neuen EOS R und der etablierten EOS 6D Mk. II.

Canon EOS R: Mit dem RF 1,2/50 mm L USM stellt Canon seinen EOS-R-Fotografen von Anfang an eine echte
Canon EOS R: Mit dem RF 1,2/50 mm L USM stellt Canon seinen EOS-R-Fotografen von Anfang an eine echte "Lichtbombe" zur Verfügung, die eine extrem geringe Schärfeebene erlaubt. // ISO 800 / f/1,4 / 1/60 s
Canon hat sich lange Zeit gelassen, doch nun ist die spiegellose Vollformat-EOS da - mit großem Bajonett, verkürztem Auflagemaß und pfiffigen Adaptern für viele Millionen EF-Objektive. Man könnte fast meinen, Canon und Nikon hätten sich abgesprochen. Beide setzen auf Kontinuität in der Formsprache und Bedienung ihrer neuen Modelle - wenngleich Canon ein paar Modifikationen und ein neues Werkzeug untergebracht hat -, und beide wollen ihre Spiegelreflexnutzer nicht vergraulen.

Dabei haben die Adapter noch einen sehr nützlichen Nebeneffekt: Von Anfang an steht den EOS-R-Fotografen ein mächtiger Objektivpool zur Auswahl, und sie können die EOS R als neuen Body für ihr bestehendes Spiegelreflexsystem anschaffen, noch bevor sie ganz auf die moderne Kameratechnik umsteigen. Apropos umsteigen, müssen DSLR-Fotografen nun mit einem Preisverfall ihres Systems rechnen, wie wir es derzeit beim Diesel erleben, und sollten sie sich panikartig von ihrem bisherigen Body trennen, weil der plötzlich nicht mehr gut ist? Schon die provokante Formulierung macht klar, Nerven behalten lohnt sich. Wer jedoch neu einsteigt oder den Kauf eines Bodys plant, der sollte ganz genau vergleichen, welcher Ansatz für ihn der bessere ist. Wir haben uns dazu den Spiegelreflex-Vollformateinsteiger Canon EOS 6D Mk. II angesehen und mit der neuen EOS R verglichen. Dazu haben wir uns unter anderem mit dem Wildlife- und Landschaftsfotografen Robert Sommer getroffen, der mit einer EOS 5D Mk. IV arbeitet.

Die technischen Daten im Überblick
  • vergrößern

    Canon EOS R

    Sensor
    Pixelpitch
    Foto
    Video

    Bildstabilisierung
    Empfindlichkeit
    Autofokus
    Serienbilder
    Verschlusszeit
    Sucher
    Monitor
    Maße & Gewicht
    Preis
    30,3 MP CMOS / 36 x 24 mm
    ca. 5,4 Ám
    6.720 x 4.480 Pixel
    3.840 x 2.160, 30p, 25p, 24p; 1.920 x 1.080, 60p, 50p, 30p, 25p, 24p
    Objektiv (Lensshift)
    ISO 100-40.000 (50-102.400)
    Dual-Pixel-Phasen-AF, 5.655 Fokuspunkte
    8 Bilder/s
    1/8.000 s / 30 s / Bulb
    elektronisch, 3,69 Mio. Pixel, 100 %
    3,2 Zoll, 2,1 Mio. Pixel, dreh-/schwenk, touch
    135,8 x 98,3 x 84,4 mm / 580 g
    2.500 Euro
  • vergrößern

    Canon EOS 6D Mk. II

    Sensor
    Pixelpitch
    Foto
    Video

    Bildstabilisierung
    Empfindlichkeit
    Autofokus

    Serienbilder
    Verschlusszeit
    Sucher
    Monitor
    Maße & Gewicht
    Preis
    26,2 MP CMOS / 35,9 x 24 mm
    ca. 5,8 Ám
    6.240 x 4.160 Pixel
    1.920 x 1.080, 60p, 50p, 30p, 25p, 24p; 1.280 x 720, 60p, 50p, 30p, 25p
    Objektiv (Lensshift)
    ISO 100-25.600 (50-102.400)
    Phasen-AF, 45 Messfelder, inkl. 1 Doppelkreuzsensor (zentrales Messfeld)
    6,5 Bilder/s
    1/4.000 s / 30 s / Bulb
    optisch (Pentaprisma), 98 %
    3 Zoll, 1,04 Mio. Pixel, dreh-/schwenk, touch
    145 x 111 x 75 mm / 765 g
    2.000 Euro


Die EOS R (oben) hat neben dem elektronischen Sucher einen deutlich größeren Monitor und ein neuartiges Bedienelement, das an ein Touchpad erinnert. Dafür verzichten die Konstrukteure bei der Neuen auf das für Canon bislang charakteristische hintere Rädchen. Insgesamt kann aber von Kontinuität bei der Bedienerführung gesprochen werden. Fotografen müssen sich nicht umgewöhnen.
Die EOS R (oben) hat neben dem elektronischen Sucher einen deutlich größeren Monitor und ein neuartiges Bedienelement, das an ein Touchpad erinnert. Dafür verzichten die Konstrukteure bei der Neuen auf das für Canon bislang charakteristische hintere Rädchen. Insgesamt kann aber von Kontinuität bei der Bedienerführung gesprochen werden. Fotografen müssen sich nicht umgewöhnen.
Sein Urteil: "Die Unterschiede in der Bedienung sind marginal, die EOS R legt eine tolle Performance an den Tag und bietet einen klasse elektronischen Sucher. An den klaren Vorteil, vollwertig über den Monitor fotografieren zu können, statt mich für ungewöhnliche Perspektiven ständig zu verrenken, muss ich mich aber wohl erst noch gewöhnen." Wir haben die Kamera mit dem nativen RF 4/24-105 mm L IS USM sowie dem EF 2,8/70-200 mm, dem EF 2,8/100 mm Makro und dem Sigma 4/500 mm für EF nebst Adapter getestet. Mit allen vier Varianten klappte es problemlos.

Der kleine Unterschied
Spiegel oder nicht? Im konkreten Fall macht das bei der Haptik erst einmal gar keinen Unterschied. In der Bedienung wird hingegen schnell klar, welche Variationen der Verzicht bedeutet. Gerade beim Einsatz des Makros war es sehr angenehm, beim Auslösen keinen Spiegelschlag mehr zu haben. Vorbei die Zeit, in der die Kamerahersteller viel Energie daransetzen müssen, dieses bewegliche Element aufwendig zu führen und zu dämpfen, um dessen Schlagkraft und Dominanz zu reduzieren. Mit dem Wegfall des Spiegels wird außerdem das Auflagemaß geringer, was bessere optische Konstruktionen beim Objektiv ermöglicht. Natürlich fällt auch der kleine Hilfsspiegel weg, der einen Teil des Lichts in eine bei der DSLR im Kameraboden verbaute Autofokus-Phasenmessstation lenkte.

Canon EOS 6D Mk. II: Das EF 1,8/50 mm ist unter Porträtfotografen sehr beliebt, da es trotz der hohen Lichtausbeute vergleichbar kompakt und leicht bleibt und schnell fokussiert. An der EOS 6D Mk. II ist es perfekt ausbalanciert. // ISO 800 / f/4 / 1/30 s
Der Followfokus der EOS R ist zwar schon sehr gut und mit dem der EOS 6D Mk. II absolut auf Augenhöhe, dennoch ist für Canon die Technologie des auf dem bildgebenden Sensor implementierten Autofokus noch nicht so routiniert wie die separate Phasenmessung. Bis Canon ein Modell oberhalb der jetzigen EOS R vorstellt, gilt es, noch ein paar Erfahrungen zu sammeln und die Fokusverfolgung weiter zu optimieren. Doch ist das ein Argument gegen die spiegellose R? Für Profis, die mit einer EOS-1D unterwegs sind, sicher, sonst eher nicht. Selbst 5D-Fotografen, die einen weiteren Body anschaffen wollen, können beruhigt zur neuen R greifen, da die Vorteile gerade beim Vollformat überwiegen. So kann das gewünschte Autofokusfeld deutlich weiter am Rand positioniert werden, als das bei der DSLR möglich ist. Unter anderem das kürzere Auflagemaß erlaubt Objektivkonstruktionen, bei denen die Strahlen auch an den Rändern senkrecht genug auftreffen um effektiv zu fokussieren.

Den gesamten Artikel finden Sie in der PHOTOGRAPHIE-ePaper-Ausgabe 12/2018.


Autor: Tobias F. Habura

« zurück
 
AKTUELLE AUSGABE

Ab 07.12. im Handel

Ausgabe 1-2/2019

Hier finden Sie uns:

Die aktuelle Ausgabe
in Ihrer Nähe.
PLZ-Suche starten »
www.pressekaufen.de
Canon EOS M50 – Das Buch zur Kamera
zurück weiter
Fujifilm X-T100 – Das Buch zur Kamera
zurück weiter
Lumix TZ202 – Das Buch zur Kamera
zurück weiter
Fujifilm X-T100 – Das Buch zur Kamera
zurück weiter
Olympus OM-D E-M10 Mark III – Das Buch zur Kamera
zurück weiter

NEWSLETTER

Melden Sie sich für unseren kostenlosen Newsletter an:
Newsletter abmelden
Bitte beachten Sie die Hinweise zum Datenschutz.

BEST OF ONLINE

BEST OF ONLINE

Die besten Bilder unserer Leser


Wiltrud Doerk

NEWS & SZENE

XP-Superweitwinkel für Canon und Nikon: Samyang XP 2,4/14 mm

Samyang XP 2,4/14 mm

XP-Superweitwinkel für Canon und Nikon

Samyang stellt ein Vollformat-Superweitwinkel für Canon- und Nikon-Spiegelreflex ... mehr »

Nächste photokina erst im Mai 2020: photokina 2020

photokina 2020

Nächste photokina erst im Mai 2020

Wie die Koelnmesse soeben bekannt gibt, wird die nächste photokina erst im Mai 2020 st ... mehr »

Bringt Sony das Videomonster?: Sony Alpha 7S III Gerüchte

Sony Alpha 7S III Gerüchte

Bringt Sony das Videomonster?

Die Gerüchte um eine Sony Alpha 7S III verdichten sich. ... mehr »

OBJEKTIVE DES MONATS

Ein wahres Multitalent: Sigma Sports 4,5-6,3/60-600 mm DG OS HSM

Sigma Sports 4,5-6,3/60-600 mm DG OS HSM

Ein wahres Multitalent

Ein 10-fach-Zoom für ambitionierte Bildermacher? Beim neuen ... mehr »

Für jede Gelegenheit: Panasonic Lumix G Vario 3,5-5,6/12-60 mm ASPH. Power O.I.S.

Panasonic Lumix G Vario 3,5-5,6/12-60 mm ASPH. Power O.I.S.

Für jede Gelegenheit

Mit einer Kleinbildbrennweite von 24 bis 120 m ... mehr »

Ein besonders weiches Bokeh: Fujinon GF 2,8/63 mm R WR

Fujinon GF 2,8/63 mm R WR

Ein besonders weiches Bokeh

Wer "toughe Jungs" fotografieren will, der greift zum Mittelformat wegen des bes ... mehr »