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Fujifilm X-T3
Der Sensor der Fujifilm X-T3 ist gegen ungewollte Verwacklungen beweglich gelagert.
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Fujifilm X-T3

Aufstieg gelungen


Nach unserem ersten Eindruck der X-T3 in der letzten Ausgabe haben wir den Neuling von Fujifilm nun mit auf diverse Touren genommen und die Kamera in unser Labor entführt.

Auch mit dem Kit-Objektiv XF 2,8-4/18-55 mm R LM OIS löst die X-T3 detailreich und klar auf. // f/4 / 1/1.900 s / ISO 1.600
Auch mit dem Kit-Objektiv XF 2,8-4/18-55 mm R LM OIS löst die X-T3 detailreich und klar auf. // f/4 / 1/1.900 s / ISO 1.600
Die Fujifilm X-T3 gehört zu jenen Kameras, die man, einmal in die Hand genommen, nicht mehr weglegen möchte. Warum? Zunächst einmal, weil sie ein echter Handschmeichler ist und man sich sofort zurechtfindet. Die griffige Gummierung verleiht dem Fotografen mit der X-T3 ein sicheres Gefühl, die klassisch angelegte Bedienung mit einer Vielzahl von Rädchen gibt den Ton vor, ohne das Gehäuse unangenehm zu überfrachten. Ein Klickwheel vorn und hinten, dazu die gesicherten Rädchen auf der Oberseite und - wenn vorhanden - der Blendenring am Objektiv machen die Bedienung der neuen Fujifilm zum Vergnügen. Über den Joystick auf dem Rücken wählt der Fotograf zielsicher seinen Fokuspunkt, den er sowohl über den Monitor wie über den gut einsichtigen und klar auflösenden Sucher verfolgen kann. Über beide Klickwheels kann zudem die Größe des Autofokusfeldes verändert werden. Sein Ziel findet dieser schnell und präzise, bei der Gesichtserkennung ist der Fotograf aber noch davon abhängig, im richtigen Winkel zur porträtierten Person zu stehen.

Bildqualität
Ganz gleich ob bei grellem Sonnenschein oder in der einsetzenden Dämmerung, die Fujifilm X-T3 liefert in der Praxis eine hervorragende Bildqualität, und das bis ISO 1.600. Auch darüber hinaus sind die Bildergebnisse sehr gut, Bildrauschen tritt nur sehr marginal und wenig störend in Erscheinung. Luminantes Rauschen nimmt sich zurück, eine störend chrominante Ausprägung setzt erst deutlich später ein.

Den manuellen Weißabgleich oder ein passendes Preset sollten Fotografen im Schatten oder in unsteten Situationen wählen, um noch bessere Ergebnisse zu erzielen. Gerade im Halbschatten von Bäumen, wo die Reflexionen des Blätterdachs für unterschiedliche Nuancen sorgen, traf die Voreinstellungen besser.

Unter Laborbedingungen hat die Fujifilm X-T3 eine hervorragende Detailzeichnung. Die sehr feine Auflösung der Einstiegsempfindlichkeit hält sie ohne jede Einschränkung bis ISO 800, ab ISO 1.600 weicht diese minimal auf, bleibt dann aber wieder weitere zwei Lichtwerte konstant. Bei ISO 6.400 verschwimmen die feinen Details der Garnrollen in unserem Testchart, auch die Pinselspitze lässt keine klare Differenzierung der Bildinformationen mehr zu.

Die Bedienung der Fujifilm X-T3 wird wie beim Vorgänger von klassischen Rädchen dominiert, die selbsterklärend alle nötigen Informationen auf einen Blick offerieren, selbst wenn die Kamera ausgeschaltet ist.
Die Bedienung der Fujifilm X-T3 wird wie beim Vorgänger von klassischen Rädchen dominiert, die selbsterklärend alle nötigen Informationen auf einen Blick offerieren, selbst wenn die Kamera ausgeschaltet ist.
Rauschartefakte bleiben sehr dezent und zeigen keine sehr dominante Struktur, so können Fotografen selbst bei ISO 25.600 noch fotografieren, ohne dass die Bilder gleich eine "Paparazzi"-Ästhetik zeigten. In der Porträtfotografie sollte aber spätestens bei ISO 6.400 Schluss sein.

Das große Einsatzspektrum der Empfindlichkeit qualifiziert die Fujifilm X-T3 als perfekte Reportagekamera. Mit ihr hat der Fotograf nicht nur ein solides Werkzeug zur Hand, sondern auch die Gewissheit, gute Bildergebnisse mitzubringen. Je nach Motivwelt und Lichtsituation wählt er seinen Ausgangspunkt und sein Limit für die automatische Empfindlichkeit und kann sich dann innerhalb der Teilautomatiken oder der komplett manuellen Wahl der Parameter frei bewegen.

Reportagekamera
Ganz oben auf der Anforderungsliste an eine Reportagekamera - neben der gerade behandelten Bildqualität - stehen die eingängige und griffige Bedienbarkeit und eine gute Balance. Die Griffwulste für Daumen und die Finger der rechten Hand garantieren das, außerdem unterstützt der flexible Monitor ganz unterschiedliche Perspektiven. Entgegen sonst üblicher seitlicher Gelenke zum freien Drehen und Schwenken des Schirms oder der Limitierung, die Neigung nur im Querformat bereitzuhalten, bietet Fujifilm in seinem Modell eine pfiffige Mechanik, die beides miteinander verbindet.

Dank einer gesteigerten Prozessorleistung laufen viele Arbeitsschritte in der X-T3 schneller als im Vorgänger, das macht sich etwa bei der Autofokus- Performance bemerkbar, gerade wenn der kontinuierliche Vortrieb der Linsen gefragt ist. Auch die Serienbildfunktion kann sich mehr als sehen lassen. 11 Bilder pro Sekunde unter Zuhilfenahme des mechanischen Verschlusses, das ist absolutes Profiniveau.

Und da zur Reportage immer häufiger auch ein kleines Filmchen gehört, bietet Fujifilm in der X-T3 eine 4K-Videofunktion (60p), die den Fotografen auch dann nicht im Regen stehen lässt, wenn er schnell bewegte Motive auf die Speicherkarte schreiben will. Effektvolle Zeitlupen mit 120 Bildern pro Sekunde sind in Full-HD-Auflösung möglich. Und damit die Speicherkarte nicht zum Flaschenhals wird, verarbeitet einer der beiden Slots das schnelle UHS-II-Format.

KameraFujifilm X-T3
Sensor23,5 x 15,6 mm / 26,1 MP CMOS
Pixelpitchca. 3,9 Ám
Foto6.240 x 4.160 Pixel
Video3.840 x 2.160: 30p, 25p, 24p; 1.920 x 1.080: 120p, 60p, 50p, 30p, 25p, 24p
BildstabilisierungKamera (Sensor)
EmpfindlichkeitISO 160-12.800 (80-51.200)
AutofokusHybrid-AF, 91 Messfelder
Serienbilder11 Bilder pro Sekunde
Verschlusszeit1/8.000 s / 30 s / Bulb
SucherElekt. / 3,69 Mio. Pixel / 100%
Monitor3 Zoll / 1,04 Mio. Pixel / Tilt / Touch
Maße & Gewicht132,5 x 92,8 x 58,8 mm / 539 g
Preis1.500 Euro


Fazit

Fuji hat mit der X-T3 auf Anwender reagiert, die mit der X-T2 sehr zufrieden sind, sich aber noch mehr Performance wünschen. Die Neue setzt genau hier an, dabei muss sich der Fotograf nicht auf ein neues Bedienkonzept einstellen. Kontinuität, wo sie sein sollte, mehr Power, wo es nötig war. Wer die Performance braucht, sollte wechseln, alle anderen fahren gewohnt gut mit der X-T2.

Den gesamten Artikel finden Sie in der PHOTOGRAPHIE-ePaper-Ausgabe 12/2018.


Autor: Tobias F. Habura

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