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Rechner und Software sind für digitale Fotografen unverzichtbare Instrumente geworden. Denn erst am großen Bildschirm erhält das digitale Negativ oder ein durchschnittlich aufbereitetes JPEG seinen brillanten Bildeindruck.
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Software für Fotografen

Vom RAW-Diamanten zum Feinschliff


Den Moment fangen Fotografen am Ort des Geschehens ein - aber die "Realität" entsteht meist am Rechner. Hierzu benötigen Fotografen die passende Software.

Software für die RAW-Entwicklung, Bildkorrektur und Retusche gehört zur Standardausstattung der Fotoausrüstung. Das Angebot ist vielfältig und deckt in verschiedenen Kategorien unterschiedliche Bedürfnisse ab. Wir stellen die Platzhirsche und einige Alternativen vor.


BILDBEARBEITER
Adobe Photoshop CC

Den Referenzstatus unter den Bildbearbeitern bewahrt sich Photoshop CC nicht zuletzt wegen eines kolossalen und stetig wachsenden Werkzeugkastens. Verstärkt greift Adobe auf Rechenverfahren der künstlichen Intelligenz (KI) zurück, um Digitalkünstlern die High-End-Retusche von Porträts oder fantastische Composings zu erleichtern. Für einfache Fotokorrekturen ist das Programm fast zu schade, aber dennoch eine häufige Wahl. Zwecks leichteren Einstiegs integriert Adobe daher Tutorials zunehmend direkt in die Bedienoberfläche. Neulinge müssen trotzdem Geduld mitbringen - Photoshop CC bleibt ein komplexes Instrument für fortgeschrittene Nutzer mit Profiansprüchen. Professionelle Workflows adressiert Adobe ferner mit einer immer engeren Verzahnung zwischen Photoshop CC und dem hauseigenen Ökosystem der Creative Cloud. Ohne Fensterwechsel Bilder aus der Verwaltung von Lightroom zu importieren, ist ebenso möglich, wie Design-Elemente mit einem Projektteam im Web zu teilen oder Medien von Adobe Stock zu lizenzieren.

Gebrauch machen können Nutzer von Photoshop nunmehr ausschließlich per Abo. Die Einzelnutzung kostet 286 Euro pro Jahr, im Bundle mit allen Creative-Cloud-Anwendungen werden 714 Euro fällig. Der finanziell attraktivste Deal ist die Wahl des Foto-Pakets zusammen mit Lightroom zu einem Jahrespreis ab 143 Euro

Das Bild nimmt der Fotograf zwar noch selbst auf. Aber beim Nachbearbeiten können Rechenverfahren der künstlichen Intelligenz helfen. In Photoshop CC erleichtert die KI namens Adobe Sensei das inhaltsbasierte Füllen, indem sie Nutzern die Auswahl der Quellpixel ermöglicht.
Die Alternativen

Ein Abo einzugehen, ist für viele Anwender ein Knackpunkt. Wer den einmaligen Kauf bevorzugt, sollte einen Blick auf Affinity Photo von Serif werfen. Auf dem Desktop ist der Funktionsumfang mit Photoshop vergleichbar, auf dem iPad sogar deutlich größer. Während Adobe noch an einer vollwertigen Mobil-App arbeitet, hat Serif sie schon ohne Qualitätseinbußen an Touchgesten und den Apple Pencil angepasst. Eine eigene Cloud-Infrastruktur bietet Affinity Photo indes nicht. Apple-Nutzer können Dateien zwischen iOS und Mac aber per iCloud synchronisieren. Zu einem Preis von 55 Euro für die Desktop-App und 22 Euro für die iPad-App machen Anwender nichts falsch.

Mit rund 100 Euro ist Cyberlink PhotoDirector 10 Ultra etwas teuer, eignet sich aber besser für Einsteiger. Einfach bedienbare Automatiken und KI-gestützte Effektfilter-Vorlagen erleichtern die Bildkorrektur und -retusche. Etwa Entzerren und Klonen gelingt dadurch mit einem Klick. Gleichzeitig decken der Einsatz von Bearbeitungsebenen, Softproofing und Tethered Shooting auch Ansprüche erfahrener Anwender ab.

Als Alternative zu Lightroom positioniert sich Skylum Luminar. Sie bietet zu einem günstigeren Preis deutlich mehr Funktionen zur Bildbearbeitung, verzichtet aber derzeit auf Möglichkeiten, Fotos in einer Datenbank zu organisieren. Das bald erscheinende Luminar 3 will in diesem Punkt nachbessern.
Als Alternative zu Lightroom positioniert sich Skylum Luminar. Sie bietet zu einem günstigeren Preis deutlich mehr Funktionen zur Bildbearbeitung, verzichtet aber derzeit auf Möglichkeiten, Fotos in einer Datenbank zu organisieren. Das bald erscheinende Luminar 3 will in diesem Punkt nachbessern.
RAW-ENTWICKLER
Lightroom Classic CC

Wem JPG-Dateien zu wenig Korrekturreserven bieten, der entwickelt lieber das digitale Negativ. Der RAW-Konverter Lightroom versteht sich schon sehr lange mit den Rohdatenformaten verschiedenster Hersteller und hat sich in dieser Kategorie daher die Poleposition erarbeitet. In der Bilddatenbank der aktuellen Version Lightroom Classic CC lassen sich ganze Bildserien mit wenigen Klicks auf einmal korrigieren. Das erleichtert den Workflow insbesondere nach ausgedehnten Fototouren erheblich. Neben der Basisabstimmung von Licht, Farbe und Schärfe bietet Lightroom Classic CC auch leistungsstarke Möglichkeiten zum Entrauschen und zur Entzerrung. Mit selektiven Anpassungen wie Verlaufsfiltern und dem Entfernen von Schönheitsmakeln sind sogar umfangreiche Retuschen möglich, was den Griff zu Photoshop nur bei sehr kreativen Composings zwingend nötig macht. Trotzdem arbeiten die beiden Adobe-Programme gut zusammen.

Der geräteübergreifende Abgleich der Bildersammlung gelingt mit der verwandten Programmversion Lightroom CC jedoch besser. Wer seine Fotos komplett in der Cloud synchronisieren möchte, sollte dies mit Lightroom CC tun und dann mit Lightroom Classic CC bearbeiten. Denn die Classic-Variante ist in Sachen Bearbeitung und Export stärker aufgestellt, kann beispielsweise auch Fotobücher, Diashows sowie HDR- und Panorama-Aufnahmen montieren. Zusammen mit der übersichtlichen Bildverwaltung ergibt Lightroom Classic CC daher eine vorbildlich ausgestattete Komplettlösung, die den Maßstab in diesem Bereich setzt.

Als Einmalkauf gibt es Lightroom Classic CC nicht mehr. Stattdessen lässt es sich für eine jährliche Gebühr von 143 Euro abonnieren. Photoshop CC und Lightroom CC (ohne Classic im Namen) sowie 20 GB Cloud-Speicher sind inklusive. Ist ein Upgrade auf 1 TB Speicherplatz gewünscht, steigt die Summe auf 286 Euro.

Die Alternativen
"Kein Abo-Modell" verkündet die Produktseite von DxO PhotoLab 2 in roten Buchstaben. Für einmalig 200 Euro (Elite-Version) erhalten Anwender ein Gesamtpaket, das immer näher an den Umfang von Lightroom heranrückt. In der zweiten Hauptversion ist nämlich auch eine Bildverwaltung mit an Bord. In den Bereichen Korrektur und Retusche bewirbt DxO eine besonders akkurate Entzerrung bei diversen Kamera-Objektiv- Kombinationen, eine präzise und gleichzeitig feinfühlige Rauschminderung sowie die Kontrastanhebung ClearView Plus, die dem "Dunst entfernen"-Regler von Lightroom entspricht. Wer kein Geld in einen Rohdatenkonverter investieren möchte, zieht RawTherapee in Erwägung. Das Open-Source-Programm ist kostenlos, beschränkt sich aber auf die reine Entwicklung der digitalen Negative. Bildverwaltung und Retusche bietet das Programm für Mac und Windows nicht.

Mehr zum Thema in PHOTOGRAPHIE 1-2/2019.


Autor: Berti Kolbow-Lehradt

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